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Story of Sky

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1 Story of Sky am Di 25 Feb 2014, 19:13

Gast


Gast
So, dann will ich mal. Hier mit präsentiere ich euch:

Story of Sky - Himmelsstern´s Geschichte

Klapptext:

"Es gibt einen Platz für dich, aber jetzt ist es dafür noch zu früh."
"Ich habe einen Platz? Wo denn?"
"Im SternenClan."


Dem jungen Hauskätzchen Heaven ist eine große Zukunft vorhergesagt worden.
Doch nun muss sie entscheiden:
Folgt sie diesem Ruf oder geht sie einen völlig anderen Pfad?
Das Schicksal unzähliger Katzen hängt an ihren Pfotenschritte und eine Menge Abenteuer.

Ich hoffe euch wird die Geschichte gefallen.
Abo´s:

~Trauerstern
~Tränenwolke
~Schneeluchs


________________________________________
Hierarchie
wird nach und nach weiter aktualisiert

Hauskätzchen:

Heaven - kleine blau-graue Kätzin mit blauen Augen und weißen Flecken
Sandy - rostfarbene Kätzin mit grünen Augen und schwarzen Streifen
Billy - witziger weißer Kater mit grünen Augen und rostfarbenen Flecken

Kohle´s Streunergruppe:

Führer

Kohle - tief-schwarzer Kater mit gelben Augen
(Vertrauter von Rabe)

Stellvertreterin

Hermelin - hellbraune Kätzin mit flauschigem Fell und bernsteinfarbenen Augen
(Vertraute von Himmel)

Heilkundige

Alema - junge schwarze Kätzin mit weißen Streifen und hellen grünen Augen
(wegen Tod von Vertrauten früh zur Heilkundigen ernannt)

Vollwertige

Fuchs - rot-brauner Kater mit grünen Augen, weißen Pfoten, Maul und Schwanzspitze
Flieder - rot-braun gesprenkelte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
(Vertraute von Efeu)
Domino - weißer Kater mit bauen Augen und schwarzen, ungewöhnlichen Tupfen
(Vertrauter von Fleck)
Glut - roter Kater mit gelben Streifen und grünen Augen
(Vertrauter von Kiwi)
Frettchen - brauner Kater mit flauschigem Fell und bernsteinfarbenen Augen
(Vertrauter von Schatten)
Löwe - goldbrauner Kater mit grünen Augen
Schimmer - rotbraune Kätzin mit getigerten Strubbelfell, grünblauen Augen und einem weißen Schwanz
Joya – kräftige, cremeweiße Kätzin mit blauschattierten Partien im Fell und klarblauen Augen

Auszubildende

Schatten - schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen und grauen Pfoten
Rabe - tief-schwarzer Kater mit grünen Augen
Efeu - leicht hysterische sandfarbene Kätzin mit grünen Augen
Fleck - langhaariger, brauner-getigerter Kater mit grünen Augen
Himmel - blau-graue Kätzin mit blauen Augen und weißen Flecken
Kiwi - kleine schwarze Kätzin mit grünen Augen

Erwartende

Wurzel - dunkelbraune Kätzin mit hellbraunen Streifen und grünen Augen

Ihre Junge:

Klette - kleine sandfarbene Kätzin mit grünen Augen

Nebel - graue Kätzin mit blauen Augen

Ihre Junge:

Eidechse - rot-grauer Kater mit grünen Augen
Moor - rot-grauer Kater mit grünen Augen

Die Streunergruppen:

Einst gab es einen Einzelläufer dessen wahrer Name unbekannt war. Sich selbst nannte er „Streuner“.
Das Ziel dieses Einzelläufers war eine Zusammenschließung verschiedener Katzen die sich gegenseitig unterstützen. Ähnlich wie bei den ClanKatzen sollte es Schüler, Königinnen, Krieger und Mentoren geben, die hier nur eine andere Bezeichnung besaßen.
Die Jungen sollten von den Erwartenden im Jungenbau bis zu ihrem 6. Monat versorgt werden. Von da an erhielten sie die Bezeichnung „Auszubildende“.
Jedem Auszubildenden sollte ein Vollwertiger zugeteilt werden. Dieser „Vertraute“ hatte die Aufgabe seinen „Anvertrauten“ in den Künsten der Jagd und des Kampfes zu unterweisen.
Auch wenn dieser zum Vollwertigen ernannt wurde, hoffte man, dass zwischen den beiden immer noch ein persönliches Band herrsche.
Auch machten sie sich die Streunerkatzen im Gegensatz zu den ClanKatzen nicht allzu große Gedanken um die Vergangenheit oder Zukunft. Ihr Blick war stehts auf die Gegenwart gerichtet.
Dieses Prinzip blieb bis heute noch bestehen.
Wieso es nun zwei Gruppen gibt?
Das erklärt eine alte Legende...
Streuner hatte drei Töchter.
Nach seinem Tod war unklar wer seinen Platz als Anführerin der Gruppe einnehmen solle. Um einen Streit zu vermeiden einigten sie sich darauf die Gebiete aufzuteilen.
Eine Tochter erhielt den großen Nordteil hinter dem Zweibeinerpfad, die anderen beiden teilten sich den Südteil zwischen dem Zweibeinerpfad und der Autostraße. Doch das rief nur noch mehr Streitereien herbei.
Die beiden Töchter, die den Südteil erhalten hatten, kämpften erbittert um Land, da es keine klaren Grenzen gab. Viele Schlachten wurden ausgetragen und viele Katzen verloren dabei ihr Leben.
Dem wurde ein Ende bereitet als sich eine junge Kätzin den beiden in den Weg stellte als sie sich wieder in einen Kampf verwickeln wollte. Zum selben Augenblick schlug ein Blitz in die große, alte, kahle Eiche neben ihnen ein. Die Töchter bekamen Angst, dass sie etwas Gefährliches heraufbeschworen hatten und übergaben der Kätzin das Amt der Führerin.
Wie genau das geschehen war weiß niemand mehr. Fest steht nur, dass von diesem Tag an diese Eiche den Namen „Donnereiche“ erhielt.
Der Name der Kätzin, die die Streunergruppen aus dem Krieg geführt hatte, ging mit der Zeit verloren, ihre Taten aber überstanden diese.
Ihr war es zu verdanken, dass es keine weiteren Kriege um den Platz des Anführers gab, denn sie beschloss die Stellvertreter einzuführen. Auch die Tochter des Nordteils, die eher hitzköpfig war und ihren eigenen Weg ging, führte das bei ihrer Gruppe ein.
Leider verstarb die glorreiche Kätzin in jungen Jahren an einer Krankheit, wie es hießt, doch dank ihr konnte die Streunergruppe nie wieder durch Kriege mit der Tochter des Nordteil zerstört werden…


________________________________________

Prolog - Eiskalte Vergeltung:

Der Wind heulte durch die Nacht. Der kalte Arm des Winters breitete sich aus und brachte Schnee und Kälte mit sich.
Eine junge Kätzin hockte auf einem Zaunpfahl. Sie wartete.
Wo blieb er nur? Er wollte doch schon längst da sein!
Sie plusterte ihr rostfarbenes Fell auf.
Pfotenschritte. Die Ohren der Kätzin stellten sich erwartungsvoll auf.
Na endlich!
Suchend schaute sie umher. Da entdeckte sie endlich den Kater, dessen weißes Fell ihn mit dem Schnee verschmelzen ließ. Nur die ungewöhnlichen schwarzen Tupfen hatten ihn verraten. Und das blaue Fellknäuel, das er im Maul trug. Ein Junges?
"Domino!", herrschte die Kätzin den weißen Kater an. "Wieso kommst du so spät? Wo hast du das Junge her?"
Der Kater namens Domino wich ihrem Blick aus. "Ich habe es dort hinten gefunden."
Die Kätzin betrachtete das Junge ablehnend. "Dann bring es dorthin wieder zurück."
Dominos Augen weiteten sich. "Sandy...", flehte er.
"Nein! Ich nehme keine wildfremden Jungen an", entschied die Rostfarbene. "Unser Sohn reicht mir voll und ganz."
Der Getupfte senkte betrübt den Blick zu dem kleinen Jungen, das verzweifelt umherstrampelte. "Ich möchte aber, dass du es aufziehst", flüsterte er.
Erneut musterte Sandy ihn und das Junge. Auf einmal fiel ihr die Ähnlichkeit der beiden auf. Und die einer gewissen Kätzin, der sie vor geraumer Zeit begegnet war. "Das ist doch nicht etwa das Junge von der Kätzin mit der du mich die letzten Monate lang betrogen hast?", fauchte sie empört. "Oder?"
Dachte er wirklich, dass sie so blind war?
"Ich..."
"Hör auf dir Ausreden auszudenken!"
Wie konnte er ihr das nur antun?
"Man sieht doch auf den ersten Blick die Ähnlichkeit zwischen euch beiden!"
Wieso hatte er mit dieser Kätzin nur ein Junges in die Welt gesetzt? Wieso hatte er sich überhaupt mit ihr getroffen? Warum ließ er ihren Sohn ohne Vater aufwachsen? Warum tat er ihm das an? Warum tat er ihr das an und erwartete auch noch, dass sie einfach so darüber hinwegsah?
Domino seufzte: "Ja, es ist unser Junges. Das Einzige, das überlebt hat."
Sandy´s Nackenhaare sträubten sich. "Und warum lässt du es dann nicht bei seiner Mutter, wenn es dir so viel bedeutet?"
Die Augen des Katers trübten sich. "Ihre Mutter ist tot."
Ob dieser Fremdgänger auch so viel getrauert hätte, wenn sie gestorben wäre?
"Na und?" Die rostfarbene Kätzin schnaubte. "Dann gib es irgendeiner anderen Kätzin. Davon sollte es in deiner Streunergruppe ja genug geben!"
Ob er es schon bei allen versucht hatte? Ob sie die Letzte war, die er fragen konnte? Seinem Blick nach zu urteilen schon.
"Sandy, du verstehst nicht. Ich möchte, dass sie bei dir, in Sicherheit, aufwächst. Für die Gefahren in der Wildnis ist sie einfach noch nicht bereit."
Wenn die Wildnis wirklich so gefährlich war, warum lebte er dann dort? Dort, wo man jeden Tag um sein Überleben kämpfen musste und jeden Tag seine Nahrung selbst fangen musste.
Verzweifelt sah der Kater ihr in die Augen. "Sieh es als Entschädigung dafür, dass ich mich nicht für das Leben eines Hauskätzchens sondern für das eines Streuners entschieden habe."
Was sollte daran eine Entschädigung sein? Er ließ sie allein mit seinem Sohn und jetzt auch noch mit diesem Jungen um jeden Tag aufs Neue sein Leben aufs Spiel zu setzen!
Behutsam legte Domino das Junge vor ihren Pfoten ab. Und dann verschwand er, so wie er es immer tat. Den einen Augenblick war er noch da, den Anderen war er auch schon verschwunden.
Hasserfüllt starrte Sandy auf das Junge, das immer noch wegen der Kälte wimmerte und laute Klagelaute von sich gab.
Sie würde jetzt hier sitzen bleiben. Sie würde sitzen bleiben und zuschauen bis dieses Junge, welches nicht ihr eigenes war, seinen letzten Atemzug nahm. Das wäre eine Entschädigung. Leid konnte man eben nur mit Leid begleichen. Hätte er sie nicht mit irgendeiner dieser daher gelaufenen Kätzinen betrogen, würde dieses Junge sich nicht unnötig quälen müssen. Genau genommen hätte es gar nicht existiert. Dann wären sie und ihr Sohn eine glückliche Familie.
Aber nein! Er zog ja sein Draufgänger Leben dem eines Hauskätzchens vor! Schon allein das Wort ließ Sandy innerlich kochen. Als ob sie etwas Minderwertiges wäre!
Mit der Zeit wurde das Wehklagen des Jungen immer lauter und Sandy war versucht etwas zu tun, damit es endlich aufhörte. Für immer.
Aber das Junge klagte weiter.
Kräftige Lungen hatte es, so viel stand fest. Wie sein Vater...
Sandy schüttelte den Kopf. Sie durfte keine Gefühle ihm gegenüber hegen. Es sollte sterben. Ja, sterben sollte es endlich, dieses verdammte Junge!
"Mutter!"
Sandy wirbelte herum. Ihr Sohn war wach geworden.
"Ich kann nicht schlafen!", klagte der kleine Kater.
Verdammt! Er war nur wach geworden, weil sie zugelassen hatte, dass sich das Junge die Seele aus dem Leib schrie. "Ich komme gleich, mein Schatz!"
Fieberhaft dachte sie nach. Es musste doch etwas geben um ihm endlich das Maul zu stopfen! Und wenn sie es verbuddelte? Früher oder später würde es dann erfrieren oder ersticken. Morgen früh würde sie dann noch mal nachschauen und es irgendwo tief, sehr tief, in der Erde vergraben.
"Wer ist das?" Neugierig lugte ihr Sohn über den Zaun.
"Hab ich nicht gesagt, dass ich gleich komme?", fauchte sie.
Ihr Sohn zuckte zusammen.
Jetzt war ihr schöner Plan hinüber. Ob sie das Junge nun hier ließe oder noch verbuddelte, in beiden Situationen würde ihr Sohn sie als Mörderin erleben. So sehr sie auch nach Rache zehrte, so groß ihr Drang nach Vergeltung war, konnte sie das ihrem Sohn nicht antun. Vor allem nicht wenn er dort oben so unschuldig auf dem Zaun hockte.
Sandy seufzte. Behutsam hob sie das Junge auf und trug es in ihr Heim. Ihr Sohn tänzelte ihr neugierig hinterher.
Da hatte das Junge wohl noch einmal Glück gehabt. "Das", erklärte Sandy ihrem Sohn: "ist dein neues Geschwisterchen."

Kapitel 1 - Ignoranz mit Folgen:

“Beeilung, Beeilung! Los Himmel, beeil dich!“
„Ja Hauskätzchen! Beeile dich endlich mal!“
Die blau-graue Kätzin holte zu dem getigerten Kater auf und fauchte: „Das sagt der Richtige!“
Wütend starrten sich die beiden jungen Katzen an.
„Schluss jetzt, ihr beiden! Wir müssen die Jungen finden, bevor noch etwas Schlimmes passiert!“
Die schwarze Kätzin, die vor ihnen lief, drehte sich zu ihnen um. Ihre jadegrünen Augen schauten sie ermahnend an.
Weitere Diskussionen waren zu diesem Zeitpunkt völlig unangebracht und konnten warten. Obwohl Himmel noch immer ein paar Erwiderungen auf der Zunge lagen.
Ihre himmelblauen Augen trafen noch einmal auf die olivgrünen des Getigerten. Zeitgleich verdrehten sie die Augen.
Der ganze Ärger! Der ganze Ärger nur wegen eines banalen Streits! Und ein paar zu abenteuerlustigen Jungen!
Wie waren sie da nur hineingeraten?

Gähnend streckte sich die blau-graue Kätzin mit den weißen Flecken und schaute müde zur Sonne hinauf. Ihrer Höhe nach zu urteilen war es schon Mittagszeit.
Himmel stupste die schlafende Kätzin neben ihr an. „Komm, aufwachen Kiwi.“
Die schwarze Kätzin rekelte sich in ihrem Nest. „Lass mich noch ein wenig schlafen…“
„Ihr beiden habt schon lange genug geschlafen!“ Ein langhaariger brauner Kater mit getigertem Fell stapfte wütend zu ihnen hinüber. „Vor allem du, Hauskätzchen!“, wandte er sich an Himmel.
Die blau-graue Kätzin knurrte. „Warum lässt du deine schlechte Laune schon wieder an mir aus, Fleckchen?“
„Warum? Du fragst warum?“ Der Getigerte schnaubte. „Weil ich wegen euch Schlafmützen mit Frettchen auf die Jagd gehen musste! Und da soll ich nicht schlecht gelaunt sein?“
„Das musst du uns nicht schon wieder unter die Nase reiben, Fleck.“ Kiwi seufzte. „Wir wissen, dass du Frettchen nicht ausstehen kannst.“
„Ja, dieser arrogante Kerl, der sich für etwas Besseres hält, bloß weil seine Schwester Kohle´s Stellvertreterin ist!“
Himmel verdrehte die Augen. „Wie oft willst du uns das noch sagen?“
„Wo wir gerade bei seiner Schwester sind.“, fuhr Fleck fort ohne die Kätzin zu beachten: „Sie möchte, dass ihr sie auf einem Grenzrundgang begleitet.“
Kiwi sprang auf. „Warum hast du das nicht gleich gesagt?“
Eifrig zerrte sie Himmel zu der eben genannten hellbraunen Kätzin mit dem flauschigen Fell. Diese wartete schon mit dem schwarzen Auszubildenden Rabe und Kiwi´s rotpelzigen Vertrauten Glut.
Gemeinsam machten sie sich zu ihrer Südgrenze an der Autostraße auf.
Alles verlief glatt. Bis auf einen kleinen Zwischenfall…
„Himmel“, Hermelin wandte sich an die blaue Auszubildende. „Kannst du mir sagen was du riechst?“
Die blaue Kätzin sog prüfend die Luft ein. „Kaninchen, Eichhörnchen, beides schwach. Und natürlich Autos sehr stark und frisch.“
Ihre Vertraute nickte zustimmend.
„Da ist noch ein Geruch“, fügte Himmel nach einer Weile hinzu. „Leider weiß ich nicht wozu er gehört.“
„Ich kenne diesen Geruch auch nicht.“ Hochkonzentriert prüfte Kiwi ebenfalls die Luft und ihr Bruder tat es ihr nach.
„Auf jeden Fall ist der Geruch noch sehr frisch“, fügte Rabe hinzu.
Glut sah Hermelin fragend an. Mit einem Nicken gab sie ihm ein Zeichen und der rote Kater verschwand zwischen den Büschen, einer unsichtbaren Spur folgend.
„Kommt.“ Hermelin wandte sich wieder an die Auszubildenden. „Gehen wir zurück zum Lager und erstatten Bericht.“
Im Lager angekommen wurden sie von Glut eingeholt. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, das die Auszubildenden nicht verstehen konnten und tauschte mit ihr besorgte Blicke.
„Ruht euch ein wenig aus.“ Hermelin sprach mit freundlich, aber dennoch sorgenvollem Ton zu ihnen.
„Und wenn ihr euch genug ausgeruht habt geht ihr bitte auf die Jagd“, fügte Glut schnell hinzu. „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass alle versorgt sind.“
Zustimmend nickten die jungen Katzen, wobei Kiwi´s Nicken eher scheinheilig als ehrlich wirkte.
„Keine Sorge“, flüsterte sie zu Himmel, während sie den beiden Vollwertigen hinterher schaute: „Ich werde schon noch herausfinden, was es so besorgniserregendes gibt.“
Himmel zwinkerte ihr freundschaftlich zu. „Pass bloß auf, dass du nicht schon wieder erwischt wirst.“
„Und pass bloß auf, dass du nicht von Frettchen erwischt wirst. Der hat heute besonders schlechte Laune“, warnte sie ihr Bruder.
„Ich kann mir denken warum“, sangen Himmel und Kiwi im Chor, bevor sie sich trennten. Kiwi verschwand irgendwo in den Schatten der Büsche des Lagers und Himmel schnappte sich eine Maus und einen Specht vom Beutestapel und sonnte sich.
Gerade als sie mit der Maus fertig war und mit geschlossenen Augen die Wärme der Sonnenstrahlen genoss, ertönte eine genervte und ihr leider sehr bekannte Stimme. „Hey, Hauskätzchen! Warum liegst du immer noch auf der faulen Haut herum?“
Himmel öffnete ein Auge und schaute in Fleck´s wütend funkelnde Augen.
„Lass mich raten, du musstest wieder die Nester säubern?“
Der braune Kater knurrte und ließ sich neben ihr auf den Boden fallen. „Ich musste heute Morgen mit Frettchen auf die Jagd gehen und nun die Nester säubern! Du hast den ganzen Morgen verschlafen und liegst hier auch noch faul rum.“
Himmel schmunzelte. „Sag doch gleich, dass du gerne den Specht haben möchtest.“
Ohne etwas zu erwidern schnappte Fleck sich den Vogel und begann zu essen.
„Wenn du dir den Vogel mit mir teilst…“, säuselte die blaue Kätzin.
Fleck schnaubte. „Nie im Leben!“
„… dann erzähl ich dir was auf dem Grenzrundgang passiert ist.“
Die Augen des Getigerten funkelten Neugierig. „Was ist denn passiert?“
„Erst der Specht!“
Fleck schob missmutig den Specht wieder zu Himmel zurück.
„Wir haben auf dem Grenzrundgang einen merkwürdigen Geruch entdeckt“, begann Himmel zu erzählen. „Wir konnten den Geruch nicht identifizieren, aber Glut ist der Spur gefolgt und Kiwi versucht gerade die Vollwertigen zu belauschen.“
Fleck knurrte. „Willst du mir sagen, dass du nur weißt, dass es einen merkwürdigen Geruch in unserem Gebiet gibt!“ Er sprang auf. „Das war nie und nimmer einen Specht wert!“
„In Anbetracht, dass der Specht ursprünglich ihr gehörte schon.“ Mit einem amüsierten Schnurren trat Kiwi aus den Schatten.
„Und? Konntest du mehr über diesen merkwürdigen Geruch von den Vollwertigen erfahren?“
Die schwarze Kätzin schnappte sich die letzten Reste des Vogels und verschlang ihn gierig, bevor sie anfing zu erzählen:
„Der Geruch, den wir entdeckt haben, stammt von einem Fuchs. Glut hat seine Spur bis zur Donnereiche verfolgt. Dort hat er sich wohl seinen Bau unter den Wurzeln des Baumes eingerichtet. Und er hat ihn gerade erst vor ein, zwei Tagen verlassen. Das bedeutet, dass der Fuchs wahrscheinlich hier irgendwo in unserem Gebiet herum streunert!“
„Ein Fuchs? Ein echter Fuchs bei der Donnereiche?“
„Schhhh!“ Wütend schauten die Kätzinnen Fleck an.
„Wir müssen unbedingt dort hin!“, sprach der Getigerte im Flüsterton weiter.
Kiwi´s Augen funkelten wütend. „Du spinnst wohl! Hast du vergessen, dass meine Mutter bei einem Fuchskampf ihr Leben verloren hat?“
Fleck neigte nachdenklich den Kopf von einer Seite auf die andere. Innerlich kämpfte er wohl mit dem Verlangen loszustürmen und den Fuchs zu verjagen und seiner Angst vor einer wütenden Kiwi.
Während Fleck noch überlegte, bemerkte Himmel eine Bewegung aus den Augenwinkeln. Klette, Wurzel´s Junges, sprang zu Nebel´s Jungen, Eidechse und Moor. Die drei steckten die Köpfe zusammen und redeten über etwas angeregt. Immer wenn sie das taten heckten sie irgendetwas aus.
Was es wohl diesmal war?


Himmel knurrte. Wäre sie doch nur misstrauischer gewesen! Warum mussten die Jungen ihre Nase nur in alle Angelegenheiten stecken, in die sie es nicht tun sollten?

Kapitel 2 - In den Fängen des Grauens:

Keuchend rannten die Auszubildenden zur Donnereiche. Das war der einzig mögliche Ort zu dem die Jungen gegangen sein könnten…
Nach allem was geschehen war…

„Kommt.“ Kiwi öffnete ihr Maul weit zu einem lauten Gähner und stand auf. „Glut hat uns aufgetragen auf die Jagd zu gehen, nachdem wir uns ausgeruht haben.“
Fleck seufzte. „Da du mit wir auch mich meinst, bleibt mir wohl nichts anderes übrig als mit zukommen, obwohl ich heute schon auf der Jagd war.“
„Wenn wir Glück haben ist Löwe im Lager.“, grinste Himmel.
Kiwi überlegte. „Ich glaube, der schläft immer noch.“
Nun standen auch Fleck und Himmel auf. „Dann ist es höchste Zeit diesen Langschläfer aufzuwecken!“
Löwe war ein guter Freund der drei, der erst seit kurzem zum Vollwertigen ernannt worden war. Auch bei den anderen Mitgliedern war er sehr beliebt.
Wie sie vermutet hatten war der goldbraune Kater immer noch friedlich in seinem Nest am Schlafen. „Geht es auf die Jagd?“, sprach er wie üblich, als sie ihn weckten. Denn für ihn gab es nur drei Regeln:
1. Jagen.
2. Essen.
3. Schlafen.
Deswegen war seine Frage auch immer dieselbe, wenn man ihn weckte.
Zusammen machten sie sich auf und veranstaltet ihren üblichen Wettkampf, wer die meiste und eindrucksvollste Beute fing.
Kiwi fing zwei Wühlmäuse. Fleck und Himmel fingen beide ein Eichhörnchen und eine Elster und stritten mal wieder wessen Beute größer war. Und Löwe fing zwei Spatzen und ein Kaninchen, das fast so groß wie Kiwi war.
Zufrieden kehrten die vier ins Lager zurück, wo sie schon von angsterfüllten Rufen empfangen wurden.
„Was ist los?“ Besorgt legte Löwe sein Gefangenes auf dem Beutehaufen ab und lief zu Frettchen hinüber.
Die Miene des braunen Katers mit dem flauschigen Fell verdüsterte sich noch mehr. „Die Jungen sind verschwunden.“, flüsterte er. „Alle Jungen.“
Himmel, Fleck und Kiwi sahen sich besorgt an. Anscheinend hatten auch die anderen beiden  bemerkt wie Klette mit Eidechse und Moor getuschelt hatte. Und sie brauchten auch nicht raten wohin sie verschwunden waren. Ohne ein Wort stürmten die drei los.


Himmel keuchte. Noch nie war ihr der Weg zur Donnereiche so weit vorgekommen. Auch Fleck und Kiwi hatten Probleme das Tempo zu halten. Langsamer zu laufen trauten sie sich nicht, denn jeder Augenblick, der verstrich, konnte für die Jungen der Letzte sein. Und endlich entdeckten sie die kahlen Äste der Eiche über den Baumwipfeln.
Ein Schrei. Alle Müdigkeit war wie weggeblasen. Die Pfoten der jungen Katzen flogen über den Boden. Sie stürzten auf die Lichtung und das keine Sekunde zu spät.
Ein riesiger Fuchs hatte sich gerade in eine kleine Aushöhlung unter den Wurzeln des Baumes quetschen wollen, in denen sich die verängstigten Jungen eng aneinander drückten. Durch den Lärm, den die Auszubildenden veranstaltet hatten, wirbelte der Fuchs herum und knurrte sie herausfordernd an.
Ohne zu zögern stürzten sich Himmel und Fleck in den Kampf.
Der langhaarige Kater sprang auf den Kopf des Ungetüms und zerkratzte ihm die Ohren. Verärgert schüttelte der Fuchs seinen Kopf wild hin und her. Fleck versuchte verzweifelt nicht den Halt zu verlieren, rutschte aber ab, wurde gegen die Donnereiche geschleudert und sackte bewegungslos zu Boden.
Himmel, die sich in der Zwischenzeit auf den Rücken des roten Monsters gestürzt hatte, schlug zornerfüllt ihre Krallen in dessen Körper. Dadurch wurde der Fuchs nur noch wütender und schüttelte nun seinen ganzen Körper. Doch die blaue Kätzin ließ nicht los und bohrte ihre Krallen noch tiefer in sein Fleisch. Der Fuchs jaulte auf.
„Kiwi! Hilf mir!“ Verzweifelt sah Himmel zu der schwarzen Kätzin hinüber. Diese stand immer noch wie angewurzelt da. Ihre Augen waren weit und verängstigt aufgerissen.
Verunsichert durch die geistige Abwesenheit ihrer Freundin lockerte Himmel ihren Griff. Der Fuchs nutzte seine Chance und schnappte nach ihr.
Himmel versuchte verzweifelt auszuweichen, doch er war schneller.
Er schnappte sich ihr rotes Halsband und zerrte sie, trotz ihrer Bemühungen, von sich herunter. Nun hing sie da in der Luft, verzweifelt strampelnd, während sich ihr Halsband immer enger um ihre Kehle zog.
Sie schnappte verzweifelt nach Luft, doch allmählich verdunkelte sich ihre Sicht. Das letzte was sie noch sehen konnte waren Kiwi´s grüne angsterfüllte Augen.
Sollte das das Ende sein? Sollte ihr Halsband, an dem so viele Erinnerungen hingen, ihr Leben beenden?
Das letzte was Himmel hörte, war das wütende Fauchen einer Katze.

Vergangenheit I - Falsche Sicherheit:

„Hey Heaven! Heaven wach auf!” Ungeduldig stupste mich Billy in die Seite.
Ich seufzte. Mein großer Bruder, der doppelt so alt wie ich war, führte sich mal wieder wie ein Junges auf. Als ob wir die Plätze getauscht hatten.
„Was gibt es denn dieses Mal?“
Der weiße Kater mit den rostfarbenen Flecken grinste mich an. „Keine Ahnung.“
Ich zog genervt eine Augenbraue hoch. War das schon wieder einer seiner Scherze? „Und wieso weckst du mich dann?“
Er grinste noch breiter. „Weil ich es lustig finde, wenn du dich ärgerst.“
Es war einer seiner Scherze! Ich knurrte verärgert und stürzte mich auf ihn. Verknotet in ein Knäuel aus Fell kugelten wir uns mit eingezogenen Krallen über den Boden. Allmählich besserte sich meine Laune.
Vor allem nachdem ihn an den Boden genagelt und den Kampf somit für mich entschieden hatte. Triumphierend fixierte ich seine grünen Augen.
„Du kannst manchmal ziemlich unheimlich sein…“, murmelte er zerknirscht. „Deine Augen sehen kälter aus als alle Winternächte, die ich jemals erlebt habe, zusammen!“
Dieses Mal war ich diejenige die grinste. Er hatte wohl gedacht, dass heute sein Tag war an dem er mich besiegen konnte. Aber da hatte er sich eindeutig geschnitten! Seit dem Tag, an dem Lucinda mir beigebracht hatte wie man Feinde auf dem Boden festnagelt, war ich für ihn unbesiegbar. Zumindest fühlte ich mich so.
Ich lockerte meinen Griff und ging zurück zu meinem Schlafplatz, um mich wieder hinzulegen; als Billy mir auf den Rücken sprang und mich zu Boden warf. Er war so schwer, dass er mir die Luft aus den Lungen drückte. „Und wie fühlt sich diese Niederlage direkt nach deinem Sieg an?“
Wäre er nur ein bisschen leichter, hätte ich ihn bestimmt mit Leichtigkeit besiegen können.
Ich knurrte, was aber in einem Japsen endete, da ich durch sein Gewicht auf meinem Körper nicht richtig atmen konnte.
Anscheinend hatte er meinen Luftmangel bemerkt, denn er ging von mir runter und gönnte mir eine Verschnaufpause.
„Das gibt Rache!“, keuchte ich. Noch wütender als vorher stürzten wir uns aufeinander. Keiner wollte nachgeben, also hielt der Kampf noch eine ganze Weile an.
„Wie lange wollt ihr denn noch diesen Krach veranstalten?“
Lucinda saß neben den Futternäpfen und schaute missmutig zu uns hinüber. Sie hatte uns wohl schon eine ganze Weile betrachtet. Augenblicklich hörten wir mit kämpfen. Ich atmete ein paar Mal durch, bevor ich mich zu der schwarzen Kätzin gesellte.
Mein Magen knurrte. Nach dem langen Kampf war das auch kein Wunder.
Ich nahm ein paar Bissen zu mir und es schüttelte mich am ganzen Körper. Ich konnte mich einfach nicht an diesen Geschmack gewöhnen, egal wie sehr ich es versuchte; es schmeckte einfach nur widerlich!
Da mein Magen erneut knurrte zwang ich mich noch ein bisschen zu mir zu nehmen. Bevor mir endgültig der Appetit verging.
Einfach ekelhaft dieses Zeug! Die Spatzen aus dem Garten, die ich ab und zu fing, schmeckten dagegen viel besser.
„Vielleicht fange ich mir heute wieder einen.“, grübelte ich in Gedanken.
Nun hatte sich auch Billy zu mir gesellt, aber ihm schien das Essen nichts auszumachen; wie immer. Es schmeckte ihm sogar!
War ich eigentlich die einzige Katze in diesem Haus, der das Futter eindeutig zuwider war?
Ich schaute nach draußen und entdeckte ein paar Spatzen. Sie warteten geradezu darauf von mir gefangen zu werden!
Mir lief das Wasser im Mund zusammen. Gerade als ich meine Absichten in die Tat umsetzen wollte, kamen unsere Besitzer nach Hause.
Sie veranstalteten einen ziemlichen Lärm, was mich aufhorchen ließ. Vor allem da mein Name mehrmals fiel.
Lucinda unterrichtete mich zwar schon lange in der Sprache der Menschen, trotzdem war ich noch weit davon entfernt die Satzfetzen zu verstehen; geschweige denn vollständige Sätze. „Bitte! …darf ich…band…Heaven…?“
Ich legte verwirrt den Kopf schief. Das Menschenmädchen bettelte bei ihrer Mutter wieder um irgendetwas. Aber was hatte ich damit zu tun?
Anscheinend konnte das Mädchen mal wieder ihren Willen durchsetzen, denn ihr Mutter seufzte resigniert und es rannte freudestrahlend auf mich zu. Sie hielt eine merkwürdige rote Schlaufe in der Hand.
Bevor ich reagieren konnte hob sie mich hoch und nahm mich mit in ihr Zimmer. Wehmütig sah ich den Spatzen in unserem Garten hinterher.
Ein Stockwerk höher und zwei Türen weiter ließ sie mich auf ihrem Bett wieder runter. Danach hantierte sie eifrig mit der roten Schlaufe rum und beachtete mich keines Blickes.
Ihre gesamte Aufmerksamkeit galt dem roten Ding. Ich war schon versucht mich aus ihrem Zimmer wieder raus zu schleichen, als das Mädchen einen triumphierenden Schrei ausstieß.
Erschrocken zuckte ich zusammen, doch bevor ich reagieren konnte legte sie mir auch schon die rote Schlaufe um den Hals.
Erst jetzt bemerkte ich, dass noch eine kleine, golden glänzende Scheibe daran befestigt war. Was stand darauf?
Ich konnte es nicht genau erkennen, also sprang ich auf den Tisch im Zimmer, an dem ein großer Spiegel befestigt war.
Ich schaute hinein und versuchte zu entziffern was nun drauf stand, doch das stellte sich nun als noch unmöglicher heraus. Resigniert gab ich auf und betrachtete nun mein Gesamtbild im Spiegel.
Das Mädchen schaute mir amüsiert zu.
Die Schlaufe, die ich nun als „Halsband“ identifizieren konnte, besaß einen wunderschönen hellen Rotton. Es war nicht so schrecklich grell wie das von Lucinda, das einem schon fast die Augen ausstach wenn man es nur ansah, sondern passte sich perfekt meiner Fellfarben an.
Ich schaute noch einmal genauer hin. Eine kleine Kätzin mit einem blau-grauem Pelz und weißen, wolkenartigen Flecken legte den Kopf schief und starrte unbeirrt zurück. Ein Schnurren entrang meiner Kehle.
Zufrieden sprang ich von dem Tisch und schlüpfte aus dem Zimmer; das Mädchen hatte irgendwann die Lust verloren mich zu beobachten und sich ein Buch zur Hand genommen.
Grinsend ging ich wieder hinunter zu Billy und Lucinda, um ihnen mein neues Halsband zu zeigen. Kaum dass ich bei ihnen angekommen war musterte mich der weiße Kater argwöhnisch von allen Seiten.
Ich wurde unsicher. Meine Mentorin jedoch schnurrte laut und amüsiert.
„Lass dir nichts von ihm vormachen. Es steht dir sehr gut.“ Die alte Kätzin lächelte.
„Und was soll da stehen?“ Mein Bruder betrachtete gerade die glänzende Scheibe und versuchte wie ich zu entziffern was darauf stand. „Ha-e-… Was steht da? Hefen?“
Schallendes Gelächter brach aus. Lucinda schüttelte sich unter ihrem Lachanfall und konnte überhaupt nicht mehr aufhören.
Ich zählte schnell eins und eins zusammen und verstand, dass auf der Scheibe mein Name, „Heaven“, stand. Nun konnte ich mich auch nicht mehr vor Lachen hallten.
Billy schaute uns eine Weile verwirrt zu wie wir uns, nach Luft schnappen vor lauter Lachen, auf dem Boden krümmten. Auch er stieg irgendwann ins Lachen ein, wenn auch nicht so heftig wie wir beiden.

Während wir noch voll in unserem Element waren, nichts Böses ahnend, bemerkten wir nicht wie uns jemand beobachtete. Hasserfüllte grüne Augen blitzten hinter dem Treppengeländer des ersten Stockwerkes auf.
Jemand versteckte sich dort in der Dunkelheit. Ein Schatten.
Die Wut brodelte geradezu in dem Schatten.
Mit ausgefahrenen Krallen zerfurchte er den Boden.
Bald war es so weit.
Ein fast wahnsinniges Grinsen stahl sich auf das Gesicht des Schattens. Bald würde er seine Rache erhalten. Bis dahin sollten sie nur Lachen.
Der Schatten würde ihnen das Lachen schon noch austreiben. Er gluckste.
In diesem Augenblick rief die Menschenmutter ihre Tochter nach unten. Das Mädchen öffnete eilig ihre Tür; doch der Schatten war verschwunden.


Kapitel 4 - Ängste:

Erschöpft wachte Himmel auf.
Sie wollte sich bewegen, doch entrann ihr nur ein Stöhnen. Auch ihre Augen wollten kaum offen bleiben. Sie sah sich, so gut es ging, um.
Anscheinend befand sie sich im Verletztenbau.
Ein Auszubildender hatte ihn mal so getauft, da hauptsächlich nur Verletzte dort hingingen und dieser Ort nicht gerade zu den Beliebtesten gehörte. Vor allem, wenn Alema einen schlechten Tag hatte.
Alema war eine der Katzen, die sich in der Kunst des Heilens auskennen und hatte daher diesen Bau bezogen um schneller vor Ort zu sein; sollte man ihre Hilfe benötigen. Wie dieser Ort vorher hieß wusste keiner mehr.
Ein Klingeln dröhnte in Himmels Ohren. Sie konnte kaum verstehen was um sie herum Gesprochen wurde.
„Wie geht es ihnen?“
Sie horchte auf. Das war eindeutig die Stimme ihrer Auszubildenden Hermelin. Sie klang sehr besorgt.
„Den Umständen entsprechen.“ Die andere Stimme musste wohl Alema sein. Wie immer war sie die Sachlichkeit in Person.
Das Klingeln in Himmels Ohren wurde lauter. „Kiwi… Schockzustand… anderen… noch nicht…bewusstlos… “
Da kam der Hustenreiz. Eigentlich wollte die Auszubildende noch ein wenig lauschen, doch der starke Hustenanfall ließ sich nicht unterdrücken.
Und selbst beim Husten schien es als würden die tausenden von  Dornen in ihrer Kehle sie immer mehr zerstechen und sich immer mehr vermehren und sich in ihrem Körper auszubreiten. Es wollte überhaupt nicht mehr aufhören zu schmerzen.
Alema erkannte schnell die Situation und holte ihr eilig etwas und verlangte von ihr, dass sie das aufleckte. Himmel konnte nicht erfassen was sie ihr gab, aber das klebrige Zeug beruhigte ihren Hals und sie konnte aufhören zu husten. Kaum war sie damit fertig fielen ihr auch schon wieder die Augen zu.

Nachdenklich betrachtete Alema ihre schlafenden Patienten. Es waren ein zwei Tage vergangen seit Himmels kurzfristigen Erwachens. Langsam begann sich Panik in ihr auszubreiten. Würden Himmel und Fleck jemals wieder aufwachen?
Da regte sich die blaue Kätzin. Schnell eilt sie zu ihr hinüber und hinderte sie daran aufzustehen und sich zu überanstrengen.
Himmel schaute mit ihren nachdenklichen Augen zu ihr hoch und Erleichterung breitete sich in Alema aus. Ihre schlimmsten Befürchtungen hatten sich nicht bewahrheitet.
„Wie fühlst du dich?“, schnurrte sie. Sie konnte ihre Maske der Sachlichkeit nicht aufrechterhalten; nicht bei Himmel.
Die junge Auszubildende seufzte. „Besser, aber immer noch ziemlich mies.“
Die schwarze Kätzin mit den weißen Streifen musterte sie. „Warte kurz und bleib ruhig liegen.“, meinte sie bestimmt und verschwand im inneren ihres Baus. Kurz drehte sie sich noch einmal nach ihr um, um sich zu vergewissern ob die Kätzin ihr auch wirklich gehorchte.
Es war eine Angewohnheit von ihr geworden, seit sie zur Heilkundigen ernannt wurde, weil niemand wegen ihrer jungen Jahre wirklich auf sie hören wollte und sie stattdessen ignorierte.
Doch Himmel blieb seelenruhig in ihrem Nest liegen und schaute sich um. Alema atmete kurz durch und holte dann das von ihr gesuchte Stück Moos. Kurze Zeit später tauchte die Vollwertige mit einem Stück Moos im Maul wieder auf.
Sie legte es vor den Pfoten der jungen Kätzin hin und diese leckte gierig die Flüssigkeit darin auf.
„Was ist geschehen?“ Himmel hatte ihren Durst anscheinend gestillt, denn nun wurde ihre Miene ernster denn je. „Was ist mit Kiwi und Fleck?“
Alemas helle grüne Augen trübten sich. Schnell fasste sie sich wieder, setzte ihre übliche sachliche Maske auf und begann zu erzählen:
„Nachdem ihr so plötzlich aus dem Lager gestürmt seid, sind Löwe und Frettchen misstrauisch geworden und folgten euch; wegen eurem merkwürdigen Verhalten. Ihnen habt ihr es zu verdanken, dass ihr noch am Leben seid.“
Sie legte eine Pause ein um ihre nächsten Worte mit Bedacht zu wählen. „Ich bin froh, dass wenigstens du aufgewacht bist, besonders da Kiwi dich jetzt braucht. Sie ist in einen Schockzustand gefallen; sie nimmt kaum etwas zu sich und starrt nur Löcher in die Luft.“
Sie schüttelte den Kopf um ihre Gedanken wieder ordnen zu können.
„Ich weiß, das Trauma, das sie bei dem Tod ihrer Mutter erlitten hat, hat sie sehr mitgenommen und wegen diesen erneuten Fuchsangriffes wieder in ihr früheres Muster verfallen, aber… ich weiß nicht was ich machen soll! Ich bin einfach noch nicht bereit den Titel Heilkundige zu tragen!“
Alema stockte. Warum hatte sie sich gerade vor Himmel rechtfertigt? Weil sie es nicht zustande gebracht hatte ihr oder ihren Freunden zu helfen? Weil sie einfach noch zu jung und unerfahren war? Weil sie sich in Himmels Nähe immer so fühlte als wäre sie die jüngere von ihnen beiden? Weil Himmel diejenige war, die Kiwi wieder den Sinn des Lebens gezeigt hatte und nicht sie?
Eine bleierne Stille legte sich über sie.  Nervös beobachtete die schwarze Kätzin Himmel. Die Auszubildende blieb ruhig; blickte schon fast gelangweilt drein und wartete darauf, dass sie etwas sagen würde.
Wie auf ein Zeichen begann Alema auf einmal zu plappern:
„Du hattest ziemliches Glück, dass der Fuchs dich nur am Halsband erwischt hatte. Bevor du ersticken konntest ist es gerissen und du konntest den Fängen des Fuchses entkommen. Während des Kampfes hatte Löwe dich dann aus der Gefahrenzone bringen können.“
Kurz zuckte Himmel zusammen, Alema konnte aber nicht sagen weswegen. „Was ist mit Fleck und den Jungen?“
„Die Jungen haben sich, im Gegensatz zu Kiwi, schnell von ihrem Schock erholt. Was Fleck angeht…“
Ohne es zu bemerken war sie leiser geworden und wich immer mehr Himmels Blick aus.
„Was ist mit ihm?“ Mit angstgeweiteten Augen sprang Himmel auf; ihr Fell hatte sich in alle Richtungen gesträubt.
Alema schluckte. Wie würde die junge Auszubildende auf die Nachrichten reagieren, die sie ihr gleich mitteilte? „Er hat viele Kratzer, nicht sehr tief, und mehrere Prellungen erlitten. Die schwerwiegendste Verletzung ist aber der harte Schlag gegen den Kopf. Das bedeutet, falls er aufwachen sollte, könnte es sein, dass er wie Juliette wird…“ Unterbewusst hielt die Heilkundige den Atem an.
Juliette war eine der Katzen, die durch ein traumatisches Ereignis ihre ganzen Erinnerungen an ihr Leben verloren hatten. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Fleck sein Gedächtnis nicht verloren hatte, bei dem harten Schlag, war sehr gering.
Himmel fing an am ganzen Körper zu zittern. Sie musste ihre Krallen in die Erde bohren um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Wahrscheinlich machte sie sich wie Kiwi gerade Vorwürfe für das Leid ihres Kameraden.
„Wann wird er ungefähr aufwachen?“
Alema zuckte zusammen. „Vielleicht  morgen, vielleicht in ein paar Jahren.“
Himmel legte ihr Fell wieder an. Ihre Gedanken wanderten wohl zu Fleck denn ihr Blick war… merkwürdig. „Dann werde ich warten.“
Ruhig legte sie sich wieder hin und schloss die Augen.
Alema stand wie angewurzelt da. Schon wieder diese merkwürdige Eigenschaft. Diese Eigenschaft durchzuhalten und mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Woher nahm sie nur diese Stärke?
Von dieser jungen Kätzin war wohl noch großes zu erwarten.

Vergangenheit II - Goße Verantwortung:

Müde lag ich in meinem Nest.
Eigentlich müsste ich mich an die Arbeit machen, aber verspürte seit Tagen nicht mehr das Gefühl gebraucht zu werden. Wieso auch? Ich wurde doch ständig ignoriert… Welcher Vollwertiger ließ sich schon von einer Auszubildenden herumkommandieren? Sollten sie doch in ihr Verderben laufen.
Mir wurde wieder bewusst wie sehr mir meine Vertraute Lilu fehlt. Sie wusste immer was zu tun war. Wären diese verdammten Hunde nicht gewesen wäre sie noch am Leben!
Wütend kratze ich mit meinen Krallen über den Boden. Warum? Warum musste es so kommen? Und ehe ich es mich versah wurde ich wieder von Lustlosigkeit geplagt.
Ein Geräusch. Ich spitze meine Ohren; alle vorherigen Gedanken waren vergessen. Ich lauschte angestrengt, doch anscheinend hattee ich mir das nur eingebildet.
Da, schon wieder. Es hört sich so an als würde jemand etwas rufen.
Ich trat hinaus und entdecke viele verwundete Katzen, die sich auf meinen Bau zubewegen.
Schnell ging ich zu meiner Vorratskammer und holte die nötigen Kräuter.
Als erstes brauchte ich Spinnweben… das müsste Ampfer sein… Wo war die Packung, die ich hergestellt hatte?
Verzweifelt versuche ich in dieser heiklen Situation einen klaren Kopf zu behalten. Meine Pfoten stießen gegen etwas. Da war sie ja!
Schnell sammelte ich alles zusammen und eilte zurück, wo die verwundeten Katzen schon in die jeweiligen Nester gelegt wurden.
„Was ist passiert?“, fragte ich während ich Frettchens Wunden begutachte. Sein Rücken sah sehr böse aus, eigentlich konnte er von Glück reden, dass die Wunden nicht tiefer war und seine Knochen getroffen hatte.
„Ein Fuchsangriff“, erklärt Hermelin, die sich erschöpft neben ihm sinken ließ. Ich betrachtete mir die Katzen und seufze innerlich.
Das wird eine lange Nacht.
Schnell zähle ich durch. Zwei Auszubildende, drei Vollwertige. Und alle mit schlimmen Verletzungen.
„Du rührst ich kein Stück.“, trichterte ich Frettchen ein. Natürlich ignorierte er mich und wollte wieder aufstehen, konnte aber von seiner Schwester aufgehalten werden.
Wie konnte man nur so sturköpfig sein?
Ich wendete mich an ihre Verletzungen, die bis auf den Kratzer an ihrem linken Vorderbein nicht schlimm zu sein scheinen. Mit ein bisschen Ringelblumen und Spinnweben sollte es wieder gehen.
Gerade war ich mit ihrer Behandlung fertig und wollte mit dem jungen Auszubildenden Löwe fortfahren als Klagerufe laut erklangen.
Ich wirbelte herum und entdecke Kohle, Glut, Domino und Flieder die zwei schwer verwundete Katzen hereintrugen; gefolgt von Fuchs, der ein kleines Junges in seinem Maul trugt. Die Erwartende Nebel trottet mit gesenkten Kopf hinterher.
Ich sah mir die beiden Katzen an. Die schwarze Kätzin ist die Erwartende Nacht. Sie war die Mutter von Kiwi, Rabe und Schatten. Mein Blick trübte sich, als ich ihren reglosen Körper untersuche.
Nichts. Kein Lebenszeichen.
Mein Blick wanderte zu dem unverletzten Jungen. Kiwi saß erstarrt und mit großen Augen da; schaute mich erwartungsvoll an.
„Sie wird doch wieder gesund, oder? Oder?“
Ich wich ihr aus und kümmerte mich um den verwundeten Kater. Schnell hole ich so viel Moos wie möglich um die Blutung zu stoppen, doch sein Atem wurde schwächer.
„Nein! Stein du kannst mich nicht verlassen!“ Ich trat zurück und machte Nebel Platz, damit sie sich neben ihren Bruder legen konnte.
Seine Augen waren schon ganz glasig vor Schmerz, doch trotzdem schnurrt er. „Ich werde immer bei dir sein.“
Dann wanderte sein Blick zu Kohle, der vor seiner Gefährtin Nacht saß und versuchte Kiwi zu beruhigen, obwohl er selbst sehr zu kämpfen hatte.
„Kohle…“, flüsterte Stein mit seinen letzten Atemzügen und der schwarze Kater wirbelte zu ihm herum; hatte wohl gerade erst jetzt verstanden, dass sein Führer dem Tode nahe war.
Seine gelben Augen weiten sich entsetzt. „Nicht auch noch du!“, hauchte er.
Stein´s Blick wird immer getrübter. „Mein Freund… ich vertraue dir… die Gruppe an…“ Der graue Kater rang nach Atem. „Pass gut… auf sie auf… es werden… schwere Zeiten… kom-… men…“
Ich war so gefesselt von der Situation, dass ich ganz vergessen hatte, dass ich noch die anderen behandeln muss. Schnell machte ich wieder an die Arbeit, doch merkte ich davon nichts.
Es waren zwei Katzen gestorben, weil ich nichts tun konnte!
„Es reicht Alema.“ Ich erstarrte.
Diese Stimme… Mein Blick, der bis eben auf dem Boden gehangen hatte, hob sich und traf auf eine schneeweiße Kätzin.
„Lilu!“ Ich konnte es kaum glauben! Da stand sie, so wie sie den Bau das letzte Mal verlassen hatte.
Grausige Bilder an ihren zerfetzten Körper tauchen in meinen Gedanken auf. Und an diesen monströs großen Hund, der mit einem Grinsen zu mir geschaut hatte. Er hatte sie wie wild geschüttelt und zerfleischt, während ich nur angsterfüllt auf dem Baum gehockt hatte und zuschaute.
„Wie ist das möglich?“
Meine Vertraute scheint meine Gedanken zu erraten, denn ihr Blick wurde weich, so wie jedes Mal, wenn es mir schlecht ging. „Weil du an mich glaubst.“
Ich war verwirrt, doch protestiere nicht weiter sondern genoss ihren beruhigenden Duft wieder an meiner Seite zu haben.
„Der eigentlich Grund warum ich hier bin“, fährt sie fort. „ist, dass ich bei deiner Zeremonie dabei sein will.“
Ich zuckte zusammen. „Welche Zeremonie?“
Lilu schnurrte amüsiert. „Das wirst du gleich herausfinden.“ Und löste sich in weißen Rauch auf, der langsam verblasste. Ich folgte ihrem Rat, obwohl ich traurig war, dass sie mich schon wieder verlassen hatte.
Da ertönte ein Ruf von Kohle: „Alle Katzen, die alt genug sind sich ihre Beute selbst zu fangen mögen sich unter dem großen Fels zusammen finden.“
Langsam trotteten alle Katzen herbei, auch Hermelin, die immer noch ein wenig humpelte.
Kohle ließ seinen Blick über die Katzenmenge schweifen und ich musste zugeben, dass er wirklich dazu geboren wurde ein Führer zu sein.
„Alema, tritt bitte vor.“
Ich zuckte zusammen, folge aber seinem Befehl.
„Du hast heute außerordentlich Dienste geleistet und viele Leben gerettet.“
Er machte eine Pause. Seine Gedanken wandern wohl gerade zu seiner Gefährtin und seinem Führer, dessen Leben ich nicht hatte retten können. „Und deswegen verkünde ich vor allen Anwesenden und im Namen Lilu´s, dass du vom heutigen Tag eine Heilkundige unserer Gruppe bist.“
„Alema! Alema!“
Verwirrt schaue ich umher, in die freudigen Gesichter um mich herum. Was war gerade geschehen? Ich wurde zur Heilkundigen ernannt? Das konnte doch gar nicht sein!
„Doch, das kann sein.“, flüstert Lilu´s Stimme in mein Ohr. „Du hast dir diesen Titel zu Recht verdient. Und vergiss niemals, solange du an mich glaubst werde ich immer an deiner Seite sein.“


nächste Kapitel im nächsten Beitrag



Zuletzt von Himmelspfote am Sa 22 März 2014, 20:13 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet

2 Re: Story of Sky am Mi 26 Feb 2014, 12:49

Hi
Also das ist ja mal richtig viel was du geschrieben hast Sky. Aber ich muss sagen es ist sehr gut. Vergibs du ABOs ? Wenn ja bekomme ich eins ? Ich freuhe mich schon auf das nächste Kapitel.

LG Trauer

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3 Re: Story of Sky am Mi 26 Feb 2014, 20:06

Hi auch von mir,deine Geschichte ist echt der Hammer!!!Ich glaube ich bin verliebt.Wenn es Abos gibt möchte ich auch gerne eins haben.Ich freu mich schon aufs nächste Kapi,tu dir aber keinen Zwang an wenn du es mit der Schule nicht hinkriegst ist das OK.
LG Träne

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4 Re: Story of Sky am Mi 26 Feb 2014, 20:19

Gast


Gast
Freut mich, dass sie euch gefällt und natürlich bekommt ihr eure Abo´s.
Ich werde versuchen einen Zyklu hinzubekommen mit den Kapiteln, dann kann ich auch schon vorher Kapis schreiben, stehe nicht im Stress und ihr bekommt trotzdem noch was zu lesen, ok? Very Happy

Kapitel 6 - ein Albtraum?:
Ein Gähnen entrann Löwe. Seit Tagen konnte er nicht mehr schlafen; und das obwohl das Schlafen eines seiner Markenzeichen war.
Neben ihm kauerte Kiwi; regungslos und mit starrem Blick ins Leere.
Wenn seine Gedanken nur auch so klar wären. So leer.
Eigentlich sollte er ihr Trost spenden, aber wie half man einer Katze, die noch nicht einmal bemerkte, dass man da ist? Vielleicht sollte er es ihr nachmachen und anstatt sich über alles Gedanken zu machen einfach den Blick ins Leere richten. Automatisch wanderte dieser zum Verletztenbau. Wie sehr er sich dagegen sträubte, er kam nicht dagegen an.
Ruhig Blut Löwe. Ihr wird es gut gehen.
Irgendwann gab er es auf und ließ seinen Blick auf dem Bau ruhen. Umso mehr Zeit verstrich, umso leerer wurden seine Gedanken. Seine Augen wurden immer schwerer, bis er sie kaum noch offen halten konnte.
Dann, einfach so, übermannte ihn doch der ersehnte Schlaf.

Löwe stand irgendwo im Herzen ihres Waldes.
Er sah sich um. Wo konnte er nur gelandet sein? Da entdeckte er die Donnereiche, die sich majestätisch über den anderen Bäumen erhebte. Wenigstens ein kleiner Anhaltspunkt.
Langsam trottete er darauf zu. Eigentlich wollte er noch weiter laufen, doch der frische Geruch nach Kaninchen ließ seinen Magen laut knurren.
Ohne nach zudenken jagte er dem Kaninchen hinterher über jeden Busch und Strauch. Er musste zugeben, dass er noch nie ein so schnelles und wendiges Kaninchen erlebt hatte.
Schließlich erreichte er es doch mit einem gewaltigen Satz und tötete es mit einem schnellen Biss ins Genick. Er wollte in das Kaninchen hinein beißen, als ihm vertraute Stimmen erklangen.
„Meine Beute ist größer als deine!“
„Träum weiter Hauskätzchen. Meine ist um alle Maßen größer als deine!“
„Du bist hier derjenige, der träumt!“
Irritiert hob Löwe den Kopf. Niemand zu sehen. Aber die Stimmen waren doch da.
„Fest steht, dass Löwe gewonnen hat.“
„Stimmt, das Kaninchen ist fast so groß wie du!“
Ein Nebel bildete sich in der Nähe eines Baumes, aber Löwe konnte nicht so genau erkennen um was es sich handelte.
„Nebel´s Jungen werden sicher Augen machen!“
„Du machst doch schon große Augen, wie soll es dann erst bei den Jungen sein?“
„Bestimmt so groß wie deine Elster.“
„Soll das ein Kompliment sein?“
Der Nebel lichtete sich und zeigte Himmel, Fleck und Kiwi, die mit ihrer Beute im Maul loszogen. „Lasst uns gehen.“
Himmel wandte sich kurz zu ihm um bevor sie den anderen folgte. „Kommst du Löwe?“
Schnell beeilte Löwe sich das Kaninchen auf zu heben und den dreien zu folgen, doch diese waren auf einmal spurlos verschwunden.
Er schaute auf den Boden. Der Pfad kam ihm bekannt vor.
Löwe rannte so schnell das riesige Kaninchen in seinem Maul es ihm erlaubt den Pfad entlang bis er endlich an ihrem Lager ankam. Vielleicht konnte er sie einholen. Wer weiß was für einen Unsinn sie wieder anstellen wollten. Er legte das Kaninchen auf dem Beutehaufen ab und lief über die leere Lichtung.
Warum war hier niemand? Er konnte doch eindeutig die Unruhe hören, die hier herrschte, also warum konnte er niemanden sehen?
Da entdeckte er Frettchen, der gedankenverloren auf der Lichtung stand und etwas nachschaute, das aus Löwes Sichtfeld verschwunden war.
„Frettchen, was ist hier los?“
Der braune Kater schreckte aus seinen Gedanken hoch. „Hast du das nicht bemerkt?“
Löwes Augen weiteten sich. Das kam ihm doch irgendwie bekannt vor… „Was bemerkt?“
Er hoffte, dass Frettchen nicht die Antwort geben würde von der er glaubt, dass er sie geben würde. Die bernsteinfarbenen Augen des Vollwertigen verengten sich. „Himmel, Kiwi und Fleck sind nicht erschrocken gewesen, als sie von dem Verschwinden der Jungen gehört haben. Es scheint mir, als wüssten sie sogar wo sie sich befinden könnten.“
„Worauf warten wir dann noch?“, fauchte Löwe. Jede Faser seines Körpers war zum Zerreißen gespannt. „Wir müssen ihnen folgen!“
Ohne auf eine Reaktion von Frettchen zu warten stürmte Löwe los.
Immer schneller, immer schneller; sie durften keine Zeit verlieren!
Bitte lass es nicht zu spät sein!
Er rannte so schnell zur Donnereiche, als wäre ein Rudel Hunde hinter ihm her.
Lass es nicht zu spät sein!
„Kiwi, hilf mir!“
Löwe zuckte zusammen, beschleunigte aber gleich seine Geschwindigkeit. Da sah er auch schon Himmel, die sich verzweifelt im Fell des Fuchses festgebissen hatte.
Löwe sprintete voran, doch nun bewegte er sich kein Stückchen, keine Mauselänge, vorwärts. Hilflos musste er mit ansehen wie Himmel von dem Rücken des Fuchses gezerrt wurde und wie ein Spielzeug in seinem Maul baumelte und geschüttelt wurde. Wie Nadeln stach jeder Atemzug in Löwes Lunge, doch er rannte weiter; verzweifelt; in der Hoffnung, doch noch rechtzeitig anzukommen und ihr zu Hilfe zu eilen.
Da wurde er endlich von seiner Qual erlöst; das Halsband riss, der Fuchs verschwand und er konnte endlich zu ihr gehen.
Ihr lebloser Körper lag vor seinen Pfoten, doch er hatte noch Hoffnung. Sie hatte auch das letzte Mal überlebt, also warum nicht dieses Mal?
Er stupste sie verzweifelt an. Keine Regung. Er tat es erneut, doch wieder geschah nichts.
„Es ist zu spät.“, hauchte eine Stimme an das Ohr der goldbraunen Katers. Er wirbelte herum und sah vor Entsetzen Himmel in eine düstere Silhouette gehüllt.
„Wie…“, hauchte Löwe. „Wie kann das sein?“ Er schaute vor seine Pfoten, wo immer noch der leblose Körper lag.
„Ich bin tot.“, kam die geflüsterte Antwort. Ihre bezaubernden himmelblauen Augen färbten sich blutrot. „Und es ist deine Schuld.“
Löwe taumelte zurück. „Nein. Nein, nein. Das kann nicht sein! Nein!“
Die Himmel mit den blutroten Augen trat vor, langsam, mit einem Chor von Stimmen begleitet.
„Deine Schuld.“
„Schuldig!“
„Deine Schuld.“
„Es ist deine Schuld.“
„Nein, bitte!“ Verängstigt taumelte Löwe zurück. „Ich wollte das doch nicht!“
Da stolperte er über eine Wurzel und…


…und fand sich wieder neben Kiwi, die sich keine bisschen bewegt hat und immer noch in die Ferne starrte. Was war das gerade? Eine Vorahnung?
Bitte lass es nur ein Albtraum gewesen sein!

Kapitel 7 - Plötzliche Desorientierung:
Unruhiges Pfotentappen war im Bau der Auszubildenden zu hören. Eine sandfarbene Kätzin lief unruhig im Kreis und raubte Schatten den Schlaf.
„Könntest du bitte mal damit aufhören und dich hinsetzen?“
Ein Moment der Stille kehrte ein. Die Kätzin tat wie geheißen, doch voller Unruhe fing sie dann an zu plappern. „Was ist wenn sie nicht mehr aufwachen? Dann wird Kiwi für immer so bleiben! Und wenn sie das tut dann wird sie verhungern oder…!“
„Efeu…“ Schatten drehte sich auf die Seite um weiter zu schlafen.
Das brachte ihm auch nichts nachdem die Sandfarbene wieder angefangen hatte ihre Kreise zu drehen. „…oder sie läuft einem Dachs vor die Pfoten oder einem Fuchs ins Maul oder…“
„Efeu!“ Langsam fing sie wirklich an zu nerven!
Doch anstatt auf ihn zu hören war sie schon längst in ihre eigene Welt eingetaucht und erzählte und mutmaßte und machte sich selbst ganz wirr im Kopf.
Verzweifelt hielt Schatten sich die Ohren zu.
„Könntest du sie bitte zum Schweigen bringen?“, flehte er seinen Bruder an, der gerade den Bau betreten hatte.
Ohne auf eine weitere Aufforderung zu warten setzte Rabe sich zu Efeu und beruhigte die hibbelige Kätzin. Schatten sah ihnen dabei eine Weile zu, bevor er schließlich aufstand.
Schlafen konnte er nun eh nicht mehr.
Er schüttelte sich das hängengebliebene Moos aus dem Fell und schlüpfte nach draußen.
Aufgrund der Ruhe, die auf der Lichtung herrschte, schien sich der Zustand von Alemas Patienten nicht verändert zu haben. Auch generell befanden sich die meisten Katzen entweder auf der Jagd oder schliefen noch, abgesehen von Efeu. Der winzige Beutehaufen war für den Auszubildenden nur eine weitere Bestätigung.
Da entdeckte er Joya, die nun ebenfalls aufgestanden war. Schatten bevorzugte es der cremeweißen Kätzin aus dem Weg zu gehen, nicht weil er keinen Respekt vor der geduldigen Kätzin hatte, sondern viel mehr, weil sie Kater nicht an ihren positiven Eigenschaften teilhaben ließ.
Der schwarze Auszubildende setzte sich in gebührenden Abstand zu ihr hin und wartete.
Die Sonne stieg höher und mit jedem Moment den er genoss verschwand die Unruhe, die Efeu in ihm ausgelöst hatte. Alles würde gut werden.
Allmählich kehrte Leben auf die Lichtung, angefangen bei den umhertobenden Jungen, die sich aus ihrem Bau geschlichen hatten.
Auch die zurückgekehrten Jagdpatrouillen füllten den Beutehaufen.
Irgendwann hielt Schatten das ewige Sitzen nicht mehr aus und trabte zu Frettchen hinüber.
„Du kommst wie gerufen.“, begrüßte ihn sein Vertrauter. „Ich möchte, dass du uns auf einem Grenzrundgang begleitest. Wir sollen überprüfen ob der Fuchs wirklich aus unserem Gebiet verschwunden ist.“
Schreckliche Erinnerungen blitzten in den Gedanken des jungen Katers auf, doch mit einem heftigen Kopfschütteln vertrieb er sie schnell wieder und nickte zustimmend.
Frettchen musterte ihn ein wenig, sagte aber nichts weiter dazu.
Zusammen mit Domino verließen sie das Lager und machten sich auf in Richtung Donnereiche. Vögel zwitscherten und Nager krochen zwischen den grünen Wedeln umher.
Der Duft der Beute stieg Schatten in die Nase und ließ ihm das Wasser im Maul zusammenlaufen.
Als er ein Eichhörnchen keine 4 Katzensprünge von sich entfernt entdeckte, fiel er instinktiv ins Jagdkauern und schlich sich langsam näher.
Unterbrochen wurde er jäh als sich ein Paar brauner Pfoten sich zwischen sie stellte.
Das Eichhörnchen entkam auf dem nächst besten Baum und Schatten leckte sich verlegen das Brustfell.
Frettchens mahnender Blick erinnerte ihn nur zu sehr an ihre Aufgabe. Sie waren hier um einer Fuchsspur zu folgen und nicht um zu jagen, dafür war später noch Zeit.
Schnell holte der Graupfotige zu Domino auf, der schon ein Stück voraus gegangen war.
Manchmal wünschte er sich der freundliche weiße Kater wäre sein Vertrauter und nicht Frettchen.
Schweigend, ohne weitere Vorkommnisse, liefen sie weiter an der Eiche vorbei, bis hin zur Grenze.
„So“, seufzte Frettchen. „Damit wäre der Fuchs nicht mehr unser Problem.“
„Nicht euer Problem?“, fauchte eine Stimme auf der anderen Seite der Grenze.
Ein schwarzer Kater mit weißen Punkten trat aus den Schatten, gefolgt von zwei weiteren Katzen. Mit Mühe konnten diese ihn aufhalten sich auf Frettchen zu stürzen.
Schattens Fell sträubte sich. Ein falscher Pfotenschritt und sie würden sich in einen Kampf stürzen müssen.
Domino neben ihm jedoch sah rechtgelassen aus.
Langsam schien sich der Kater beruhigt zu haben, jedoch funkelten seine bernsteinfarbenen Augen immer noch zornerregt.
Frettchen wandte sich an seinen Anvertrauten und ein süffisantes Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Tja, der Fuchs ist nicht mehr unser Problem und was interessieren uns schon die Probleme von den Aasfressern?“
Ein zorniger Kampfschrei erklang und der Weißgetupfte stürzte sich auf Frettchen.
Bevor Schatten handeln konnte wurde er zu Boden geworfen, schwarzes Fell vernebelte ihm die Sicht. Verzweifelt strampelte er sich frei und blickte in die wunderschönsten kristallblauen Augen, die er je in seinem Leben gesehen hatte.

Kapitel 8 - Ärger im Anmarsch:
Nachdenklich betrachtete Domino den jungen Auszubildenden. Dieser hatte gerade versucht ein Eichhörnchen zu fangen, wurde aber von Frettchen aufgehalten und an ihre Aufgabe erinnert. Einerseits fand es der Getupfte nicht schlecht, dass Schatten noch einmal darauf hingewiesen wurde, aber doch nicht auf eine so aggressive Weise.
Der Vollwertige hatte zu seinem Anvertrauten hinabgeschaut als wäre dieser ein Stück Fuchsdung. Domino nahm sich vor Kohle später darauf hinzuweisen.
Es konnte nicht sein, dass dieser junge Kater Angst vor seinem Vertrauten hatte. Domino wurde das besonders bewusst als Schatten eilig zu ihm aufholte und versuchte so viel Platz wie möglich zwischen sich und dem Vollwertigen zu bringen. Mit derselben niederschmetternden Stimmung liefen sie weiter, wobei Domino Frettchen dankbar war, dass er den Mund hielt. Wenn der Kater erstmal angefangen hatte zu reden konnte er nicht mehr gestoppt werden.
Endlich erreichten sie die Grenze zum anderen Territorium. Der weiße Vollwertige hoffte, dass die andere Streunergruppe nicht so viele Probleme mit dem roten Ungetüm haben würden wie sie.
"So, damit wäre der Fuchs nicht mehr unser Problem."
Domino wirbelte zu Frettchen herum, wollte ihm eine Standpauke halten, obwohl er ihm lieber das Fell über die Ohren gezogen hätte, als ihn eine aufgeregte Stimme unterbracht: "Nicht euer Problem?"
Drei Katzen traten aus dem Gebüsch. Keine von ihnen war Domino unbekannt.
Einmal war da Nachtschatten, ein schwarzer Kater mit weißen Punkten, dessen Reizbarkeit man nicht auf die Probe stellen sollte. Dieser hätte sofort Anstelle des Schwarzgetupften Frettchen in der Luft zerfetzt.
Nur mit Mühe konnten ihn die Vollwertige Blume und ihre Anvertraute Mond zurückhalten. Krampfhaft versuchte Domino sich zu entspannen. Er musste es tun, denn nur so konnte er sie vor einem Kampf bewahren.
Auch Blumes blaugraues Fell hatte sich gesträubt, dennoch redete sie weiter beschwichtigend auf ihren Kameraden ein.
Sie waren kurz davor wieder zu gehen, als Frettchen eine Bemerkung abgab, für die Domino ihm wirklich gerne das Fell über die Ohren gezogen hätte:
"Tja, der Fuchs ist nicht mehr unser Problem und was interessieren uns schon die Probleme von den Aasfressern?"
Ehe der Vollwertige reagieren konnte stürzte sich Nachtschatten auf den braunen Kater und warf ihn zu Boden.
"Nenn mich nie wieder einen Aasfresser!", zischte er während er wütend mit ausgefahrenen Krallen auf Frettchens Bauch einschlug.
Ehe Domino reagieren konnte stürzte sich Blume auf ihn und aus den Augenwinkeln bemerkte er, dass es Schatten mit Mond nicht anders erging. Zorn blitzte in den blauen Augen der blaugrauen Kätzin auf, doch davon ließ der Vollwertige sich nicht beeindrucken. Mit einem gezielten Tritt seiner Hinterbeine in den Bauch der Kätzin schleuderte er sie von sich und eilte zu Nachtschatten und Frettchen.
Beide Kater kämpften verbittert, wobei es Domino so schien als würde Frettchen seinen Spaß daran haben. Ein Paar Krallen bohrte sich in seine Schulter und erneut versuchte Domino die Kätzin von sich abzuschütteln, den Schmerz den sie in ihm auslöste verdrängend. Er warf sich auf den Boden und hörte die Luft aus ihren Lungen wich. Schnell rappelte er sich wieder auf und war endlich beim Ursprungs des Kampfes angelangt. Ohne weiter zu überlegen zerrte er, sehr wohl bewusst was er tat, Frettchen von dem Vollwertigen und stellte sich zwischen die Beiden.
"Es reicht.", keuchte er.
Wütend knurrte sein Gegenüber. "Du meinst wir sollen aufgeben?"
"Wir haben schon selbst genug Probleme, da brauchen wir nicht auch noch einen unnötigen Krieg!"
"Aber..."
"Halt dein Mund! Wir gehen jetzt zurück zum Lager und bis dahin kannst du dir schon einmal eine plausible Erklärung für Kohle einfallen lassen!"
Der Ton des weißen Katers ließ keinen Widerspruch und so funkelte Frettchen ihn nur trotzig an und stapfte mürrisch von dannen. Domino folgte ihm, nachdem er den erstarrten Schatten aus Monds Griff gezogen hatte.
"Wusste ich es doch.", murrte Domino in Gedanken. "Mit diesem sturen Kater hat man nichts als Ärger!" Bis sie das Lager erreicht hatten behielt er den braunen Kater ganz genau im Auge.

Kapitel 9 - Entscheide!:
Tap, tap, tap.
Unruhige Pfotenschritte. Hin und her. Hin und wieder her.
Tap, tap, tap.
Wütend blitzten gelbe Augen auf, wenn der schwarze Kater eine neue Runde drehte und sein Blick auf den trotzig schauenden Vollwertigen fiel. Neben ihm saß ruhig und gefasst die Schwester des Schuldigen. Wie sollte er mit ihm verfahren?
Tap, tap, tap.
Kaum merklich seufzte Kohle und blieb stehen. Er musste endlich ein Urteil sprechen. Und als Führer erwartete man von ihm auch, dass dieses gerecht war. Warum er? Warum kam ihm diese Aufgabe zuteil? Am liebsten hätte er seiner Stellvertreterin überlassen, aber das ging leider nicht...

Ruhig setzte sich Kohle auf einen Fels und beobachtete das geschäftige Treiben, das sich langsam im Lager ausbreitete. Sein Blick schweifte umher, blieb mal amüsiert bei den tobenden Jungen hängen, aber auch ernst beim Verletztenbau und dem Bau der Schüler. Himmels kurzzeitiges Aufwachen hatte ihm Hoffnung gegeben und doch auch wieder eine erdrückende Leere zurück gelassen.
Seit damals, seit Stein, sein ehemaliger Führer, und seine Gefährtin Nacht ihn verlassen hatten hatte er sich geschworen, dass so etwas nie wieder geschehen würde. Dass nie wieder jemand durch die Klauen eines Fuchses sterbe ohne, dass er es verhindere. Und nun war sein Schwur gebrochen. Drei Auszubildende waren in einen Kampf verwickelt worden, darunter seine geliebte Kiwi.
Dem schwarzen Kater wurde das Herz schwer wenn er seine Tochter so da liegen sah, noch nicht einmal ihn erkannte. Sie die ihrer Mutter so ähnlich war mit ihrem Stolz und ihrer Neugier war wieder einmal zu einer lebenden Toten geworden.
Der Kater seufzte.
Lebende Tote. Ein ehemals energiegeladener Körper der nun ohne aktive Seele weiter lebte.
Schnell stand der Kater auf. Er wollte raus hier, raus von dieser bedrückenden Umgebung, weg von dem Leid, seinen eigenen Schmerz herausjaulen. Warum musste es soweit kommen? Warum hatte er nichts dagegen unternehmen können?
Hastig schlüpfte er durch den Lagerausgang und trabte in den Wald hinein. Er wollte endlich allein sein, nur umgeben von der Stille des Waldes. Doch das war ihm nicht vergönnt, denn schnell näherten sich Pfotenschritte, unaufhaltsam, immer mehr in seine Richtung kommend.
Domino brach durch die Büsche. "Hier bist du also."
Kohle starrte den Schwarzgetupften schockiert an. Der Anblick den der Kater ihm Bot war einfach nur erschreckend. Das sonst so geflegte weiße Fell war verdreckt und zerzaust und bei seinen Schultern war es rot gefärbt. Getrocknetes Blut verklebte den Pelz dort. Trotzdem strahlte der Kater eine gewisse Ruhe und gleichzeitig Wut aus.
Kohle erinnerte sich dunkel, dass er ihn und Frettchen damit beauftragt hatte der Spur des Fuchses zu folgen.

Wann hört dieser Albtraum endlich auf?
"Was hat der Fuchs angerichtet?", fragte der Führer der Streunergruppe angsterfüllt.
Einen Moment lang schaute Domino ihn verblüfft an, dann verfinsterte sich seine Miene. "Kein Fuchs. Frettchen."


Kohle schüttelte seinen Kopf, er musste endlich seine Gedanken ordnen. Doch das viel ihm immer schwerer unter dem immer wütender werdenden Blicks Frettchens. Dieser Kater hatte mutwillig einen Kampf angezettelt, wahrscheinlich einen Krieg heraufbeschworen wäre Domino nicht eingeschritten. Er hätte alle Katzen in Gefahr gebracht ohne auch nur über die Folgen nachzudenken. Oder waren ihm diese egal?
Und da war noch diese andere Sache...

"Er hat sie als Aasfresser bezeichnet?"
Domino unterbrach seine notdürftige Fellpflege und nickte erschöpft. "Ich weiß auch nicht was zur Zeit in seinem Kopf herumspukt."
Wütend bohrten sich die Krallen des schwarzen Katers in die weiche Erde. Wie konnte er nur?
"Das ist der eine Grund weshalb ich dich aufgesucht habe." Nun wandte er Domino seine volle Aufmerksamkeit zu. "Es geht um Schatten."
Panik stieg in Kohle auf. Erging es seinem Sohn nun wie seiner Schwester? Aber er war diesen Morgen doch so freudig und energiegeladen gewesen!
Der weiße Kater sammelte sich selbst erst einmal, holte tief Luft und erklärte:
"Ich finde er sollte einen neuen Vertrauten bekommen."
Verwirrt schaute Kohle ihn an. "Wieso? Frettchen..."
Nun erkannte er worauf Domino hinaus wollte. Frettchen war Schattens Vertrauter!
"Bloß, weil er sich einmal in einen Kampf hineingestürzt hat sollte man ihm doch nicht gleich seinen Anvertrauten nehmen!"
Dominos, sowieso schon zerzaustes, Fell sträubte sich. "Ich weiß ja nicht ob du es schon bemerkt hast, aber dein Sohn hat Angst vor ihm. Angst vor seinem eigenen Vertrauten! Allein schon als sein Vater solltest du bei so etwas eingreifen!"
"Bloß weil deine Tochter nicht aufwacht musst du dir keine Gedanken um meinen Sohn machen!"
"Wenn du es nicht tust wer soll es denn sonst machen?!"


Noch nie hatte er sich mit dem Getupften so sehr gestritten. Kohle wollte es sich nicht eingestehen, doch der Kater gab ihm den Halt den er brauchte um schwere Zeiten zu überstehen zu können, den Rat den er brauchte um das richtige, gerechte Urteil Fällen zu können. Er war sein Freund.
Endlich konnte er sich ruhig setzen und in die bernsteinfarbenen Tiefen von Frettchens Augen schauen. Er öffnete das Maul um etwas zu sagen, doch ein freudiger Chor ließ ihn und die anderen beiden im Raum herumwirbeln.
"Sie ist aufgewacht! Sie ist wach! Himmel ist endlich wieder bei Bewusstsein!"

Kapitel 10 - strahlende Hoffnung:
Ängstlich krallte Himmel sich in den Boden des Verletztenbaus. „Was ist mit ihm?“
Eiskalte Krallen umklammerten ihr wild pochendes Herz, das jeden Moment zu zerbersten schien. Ihre Augen waren geweitet vor Angst.
Nicht er! Nicht Fleck!
Zitternd wartete sie auf Alemas Antwort. Sie konnte kaum noch stehen, alle Energie wich aus ihrem Körper.
„Er hat viele Kratzer, nicht sehr tief, und mehrere Prellungen erlitten. Die schwerwiegendste Verletzung ist aber der harte Schlag gegen den Kopf. Das bedeutet, falls er aufwachen sollte, könnte es sein, dass er wie Juliette wird…“ Die Heilkundige brach ab.
Himmel wusste, was das bedeutete. Sie hatte einige Geschichten über die Kätzin gehört.
Nein, er durfte sie nicht vergessen! Sie hatten zwar immer ihre Meinungsverschiedenheiten, doch er war es, dem sie ihr Leben verdankte!
„Wann wird er ungefähr aufwachen?“
Sie wollte wieder mit ihm um die eindrucksvollste Beute streiten! Sie wollte wieder mit ihm zusammen trainieren! Sie wollte wieder in seine olivgrünen Augen schauen!
„Vielleicht morgen, vielleicht in ein paar Jahren.“
Die blaugraue Kätzin wusste, dass die Möglichkeit gering war, doch sie durfte die Hoffnung nicht aufgeben. Wenn sie die Hoffnung aufgab, gab sie Fleck auf und dass hätte er ihr nie verziehen.
„Dann werde ich warten.“ Ihre Stimme war ruhig und gefasst, doch so war sie nicht. Sie wünschte sie wäre leise und gebrochen gewesen, so wie sie sich fühlte.
Reiß dich zusammen! Du darfst die Hoffnung nicht aufgeben! Für Fleck!
Sie legte ihr Fell an und legte sich zurück in ihr Nest.
Sie musste stark sein. Für ihn. Für Kiwi. Für die Streunergruppe.
Und schon wurden ihre Lider schwer. Sie fiel tief in den Schlaf.Traumlos.

Es musste der nächste Tag sein, als die Auszubildende ihre Augen wieder öffnete. Die Geschäftigkeit auf der Lichtung war bis in den Bau zu hören. Himmel erhob sich langsam und entdeckte auch Fleck, immer noch schlafend.
Bevor sie wieder von ihren Gefühlen hinuntergezogen werden konnte trat die kleine Kätzin schnell aus dem Verletztenbau und blinzelte gegen die hellen Strahlen der Sonne. Allmählich lösten sich ihre Zweifel.
So lange die Sonne aufging würde sie nie ihre Hoffnung aufgeben, das hatte sie sich geschworen. Und so würde sie Kiwi wieder die Hoffnung bringen.
Mit gezielten Schritten lief Himmel über die Lichtung zum Bau der Auszubildenden. Wie erwartet hockte sie dort, in einen Halbschlaf versunken.
„Kiwi?“ Himmel blendete das Gemurmel und die erstaunten Blicke der anderen aus und konzentrierte sich nur auf die schwarze Kätzin. „Kiwi, wach auf.“



Zuletzt von Himmelspfote am Sa 22 März 2014, 20:12 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

5 Re: Story of Sky am Mo 03 März 2014, 13:49

Gast


Gast
Ich finde die Geschichte auch toll!
Freu mich sc hon auf`s nächste Kapitel!
Krieg ich auch ein Abo?

6 Re: Story of Sky am Mo 03 März 2014, 19:07

Wann kommt beigntlich das nächst Kapi?Ich platze schon fast vor neugier!XD
LG Träne

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7 Re: Story of Sky am Mo 03 März 2014, 19:49

Gast


Gast
Gebe ich Tränenwolke Recht!xD
Hab mir einigele durchgelesen und frage mich immer noch wie es weiter geht!

LG Schneeluchs

8 Re: Story of Sky am Di 04 März 2014, 17:38

Gast


Gast
So, ich war ein wenig kreativ, will euch aber jetzt nicht soo viele Kapitel an den Kopf schmeißen, desegen fange ich mit ein paar an. Hoffe sie gefallen euch Very Happy Auch als Entschuldigung, weil ich euch hab so lange zappeln lassen. 



Zuletzt von Himmelspfote am Di 04 März 2014, 17:45 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : falsch Angeklickt.)

9 Re: Story of Sky am Di 04 März 2014, 19:00

Ich kann nur sagen: Wow, das ist hammer mäsig gut ! Okey ein paar Rechschreibfehler aber sonst ist es gut.

LG Trauer

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10 Re: Story of Sky am Mi 05 März 2014, 11:25

Gast


Gast
Hab sie alle gelesen.
Wow voll gut! Very Happy
Du solltest jedenfalls weitermachen
I h werde vlt auch eine Geschichte reinstellen

11 Re: Story of Sky am Do 06 März 2014, 19:12

Ohhh man ich bin irgentwie total aufgeregt auf die nächsten kapis,ich hoffe du braust nicht alzulange denn sonst drehe ich durch,lass dir aber trotzdem genug zeit und stress dich nicht
lg träne

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12 Re: Story of Sky am Sa 08 März 2014, 21:02

Gast


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Also es ist alles was ich s agen wollte, aber das hat ja schon alles Träne gesagt! *-*
Freu mich so sehr auf Kapi!

13 Re: Story of Sky am So 23 März 2014, 15:17

Gast


Gast
So, jetzt kommen die nächsten Kapitel:
Kapitel 11 - Im Würgegriff der Verzweiflung:
Bleierne Stille. Unendliche Schwärze legte sich auf den Körper der schwarzen Kätzin nieder, drohte sie zu ersticken. Einzig ihr rasselnder Atem durchbrach die Wand der Geräuschlosigkeit. Langsam öffneten sich die Lider der Kätzin und ihre strahlend jadegrünen Augen durchbrachen die Dunkelheit.
Ihre steifen Glieder ließen sich nur mit Mühe bewegen und unter großen Anstrengungen schaffte sie es ihre Pfoten, die sich anfühlten als wären sie mit Steinen gefüllt, zu heben um aufzustehen.
Ein kleiner, leuchtender Kreis bildete sich um sie herum. Dann erschien noch einer vor ihr und ein weiterer. Doch in dem Gesicht der Kätzin war keinerlei Reaktion zu erkennen, denn eine Maske aus Gleichgültigkeit verschloss ihr Herz.
Mit schwankend folgte sie auf wackelnden Beinen diesem hellen Pfad, ihrem einzigen Anhaltspunkt in der Finsternis. Immer wieder wollen sich ihre Augen wieder schließen, immer wieder zieht sie es in Erwägung sich einfach niederzulassen und in die Düsternis einzutauchen.
Doch dann trieb sie etwas an, ein Lichtfunke, ein Pelz, der ihren eigenen streifte. Erschrocken wirbelte sie herum. Nichts. Selbst der Pfad aus Kreisen der sich vor ihr aufgetan hatte war nun verschwunden. Es gab keinen Weg zurück.
Da blitzte wieder dieses Licht auf, so strahlend hell, als hätte sich die Hoffnung materialisiert.
Die schwarze Kätzin blinzelte und versuchte etwas in dem Licht zu erkennen. Vorsichtig tappte sie näher, immer näher. Hoffnung, dieses Licht gab ihr die Hoffnung diesem Elend entfliehen zu können. Das Leuchten wurde heller und spornte die kleine Kätzin an noch schneller voran zu stolpern, in der Angst, es könne wieder verschwinden.
Rasch beschleunigte sie ihr Tempo, die kleinen Kreise, die ihren Pfad beschrieben, konnten ihr kaum folgen.
Gleich, endlich hatte sie die Lichtquelle erreicht.
Viel zu spät bemerkte die schwarze Kätzin, dass es sich dabei um einen bunten Farbstrudel, in den sie hineinstürmte. Im letzten Augenblick bremste sie und kullerte unkontrolliert hinein.
Leicht benommen setzte sie sich auf und betrachtete ihre erleuchtete Umgebung. Sie befand sie in dem mit Dornen umwobenen Bau der Erwartenden. Es musste schon sehr spät sein, denn die hellen Strahlen der Sonne drangen durch den kleinen Eingang. Die Kätzin war verwirrt. Was mache ich hier? Wie bin ich überhaupt hierhergekommen?
„Bitte! Können wir noch ein wenig spielen?“
„Ja, bitte!“
Diese Stimmen kamen ihr bekannt vor.
„Nein, es ist spät und ihr braucht euren Schlaf.“
Langsam drehte sie sich zu den Ursprüngen um. Ihre Augen weiteten sich als sie erkannte was sich vor ihr abspielte.
Eine schwarze Erwartende schaute ruhig, aber auch bestimmt zu ihren, ebenfalls schwarzen, Jungen hinab. Nur das eine besaß noch graue Pfote.
„Aber ich bin doch noch gar nicht müde!“, maulte die kleine Kätzin und schaute ihre Mutter aus großen Augen an. „Bitte!“
Vorsichtig trat die Auszubildende näher und starrte auf ihr jüngeres Ich. Dann wanderte ihr Blick zu der Erwartenden. Mutter…
Sie wollte sich a sie schmiegen, ihren süßen Duft in sich aufnehmen, als die Kätzin energischen Schrittes zu ihrem Nest ging, geradewegs durch sie hindurch. Eiskalt lief es ihr den Rücken hinunter und ihre Nackenhaare sträubten sich.
„Es ist gut. Legt euch endlich schlafen. Du auch Kiwi.“
Das Junge verdrehte genervt die Augen und tapste zu seiner Mutter.
Kiwi, die Auszubildende, schaute ihnen dabei zu, in einer Starre gefangen. Das konnte nicht sein. Nicht schon wieder. Warum ausgerechnet dieser Tag?
Die Erwartende ließ sich in ihrem Nest nieder, ihre Jungen taten es ihr nach und schon bald war ihr gleichmäßiger Atem zu hören. Bis auf einmal die kleine Kätzin eines ihrer Augen aufriss. Sie beobachtete ihre Mutter eine Weile bevor sie sich aus ihrem sanften Griff hinauswand und ins Freie schlüpfte. Nein, tu das nicht! Du darfst nicht gehen! Bleibe hier in Sicherheit! Dann kann deine Mutter noch länger an deiner Seite bleiben!
Kiwi wollte ihr kleines Ich zurückrufen, doch ihre Stimme blieb ihr im Hals stecken. Keinen einzigen Ton konnte sie von sich geben.
Sie schlüpfte dem Jungen folgend hinaus aus dem Bau und wurde vom grellen Licht empfangen. Sie konnte noch schemenhaft die Umrisse des Jungen erkennen, dann drang ein verzweifelter Schmerzensschrei an ihre Ohren und alles verlor sich wieder in unendlicher Dunkelheit.
Sie war allein, das war sie immer und das würde sie immer bleiben. Tränen liefen an ihrem Gesicht hinab. Immer mehr salzige Tränen.
Das stimmt nicht, meine Kleine. Du bist nie allein.
Kiwi schluchzte. Nun fing sie schon an zu halluzinieren. Wann würde dieser Albtraum endlich ein Ende nehmen? Wann würde sie endlich sterben und ihre Mutter wiedersehen können?
„Kiwi.“
Vorsichtig horchte die schwarze Kätzin auf und starrte in die Dunkelheit. Wie bei einem Wunder wich allmählich das Schwarz und machte vielen langsam heller werdenden Farben Platz. Und sie erkannte eine blaugraue Katze mit weißen Flecken verschwommen vor ihr.
„Kiwi, wach auf.“

Kapitel 12 - Innerer Frieden:
Vogelgezwitscher durchdrang die Stille. Zusammen mit dem Rascheln der Blätter erzeugten sie einen wohligen Klang der Harmonie und des Friedens. Eine Harmonie die bald zerstört wurde.
Sein goldbraunes Fell ließ Löwe mit seiner Umgebung eins werden, ein Teil von ihr sein. Er öffnete leicht sein Maul. Viele Gerüche durchströmten seinen Körper, drangen in seinen Verstand, ließen ihn Teil von diesem ganzen der Natur sein.
Schon seit einer ganzen Weile beherrschte er diese Art des Dazugehörens. Oder beherrschte sie ihn? Seit er seine Albträume überwunden hatte, öffnete sich für ihn ein neuer Pfad, eine neue Möglichkeit trotz allem weiter zu leben. Nun lebte er mit ganzem Herzen für die Streunergruppe, Himmel war Vergangenheit.
Erneut prüfte er die Luft und entdeckte den sanften Geruch einer Maus. Seine Ohren spitzten sich und tatsächlich konnte er ihre kleinen, tapsigen Schritte und ihren gleichmäßigen Atem, der um vieles schneller war als sein eigener, wahrnehmen. Suchend schaute er umher und entdeckte kurz darauf sein zukünftiges Opfer, wie es unwissend an einem Korn knabberte. Sofort ließ sich der Goldbraune ins Jagdkauern fallen und schlich sich auf leichten Pfoten näher an seine Beute heran. Einen Pfotenschritt nach dem anderen, bis er nur noch wenige Kaninchenlängen entfernt war.
Seine Muskeln spielten unter dem kurzen Pelz während er sein Gewicht auf die Pfoten verlagerte. Sein Schwanz war nur knapp über dem Boden wirbelte aber auch keine Blätter oder anderes, was die Maus verstören könnte.
Ein schneller Sprung, das zusammenschnappen Steinharter Kiefer und das kleine Geschöpf hatte seinen letzten Atem ausgehaucht.
Löwe hob es mit vorsichtig auf, dieses Wesen, dass über Leben und Tod entscheiden konnte. Langsam kehrte er nun wieder zum Lager zurück. Immer noch begleiteten ihn die Vögel mit ihrem Gesang, obwohl an ihm nun der Gestank des Todes haftete. Denn er hatte gemordet, gemordet um zu leben, um die Streunergruppe am Leben zu erhalten.
Ob für Füchse dasselbe galt? Waren sie für diese riesigen Ungetüme auch nur Mittel zum Zweck? Die Quelle, die ihre Jungen am Leben hielt?
Oder wurden sie verabscheut und nur aus Hass getötet so wie es die Dachse und Hunde taten? Hassten sie diese Tiere überhaupt? Oder lag es einfach in ihrer Natur?
So viele Fragen wirbelten in dem Kopf des Vollwertigen herum, so viele Fragen, die nach Antworten verlangten, aber doch keine erhielten. Diese unstillbare Wissbegierde, die seinen Verstand zerfraß. Für ihn gab es nur noch seine Gedanken und die Natur. Sie verstand ihn, stellte keine Fragen, akzeptierte ihn so wie er war.
Langsam näherte Löwe dem dornigen Gestrüpp, das sich Eingang nannte und schlüpfte mit der Maus im Maul hindurch. Zielstrebig lief er zum Beutehaufen und legte seinen mickrigen, aber doch bedeutenden, Beitrag ab.
Nun wollte er sich niederlassen, um sich erneut mit seinem Albtraum zu konfrontieren. Nur so konnte er endgültig mit Himmel abschließen. Und sie wiedersehen.
Gerade als er am Bau der Auszubildenden entlanglief, streifte ihn ein blaugrauer Pelz. Blaugrau? Erschrocken, wie vom Blitz getroffen, wirbelte Löwe herum: Das konnte nicht sein! Das war nicht möglich! Er wollte sie in seinen Albträumen wiedersehen, aber waum musste ihr Geist ihn dann auch noch am Tage verfolgen?

Eintauchen in die Vergangenheit III:
Vogelgezwitscher. Blätter tanzten im Einklang mit dem Wispern des Windes. Die Bäume schlossen sich ihrem Spiel an, knarrten und raschelten von den leichten Bewegungen des Herrn der Lüfte. Nur einer nahm nicht an ihrem Tanz teil. Ein weißer Kater mit schwarzen Tupfen hockte auf einem glatten Stein. Er hatte den Kopf in den Nacken gelegt und ihrem Schauspiel aus grünen Augen zugeschaut. Teilnahmslos war er und erschöpft anderen etwas vor zumachen. Domino.
Ein Seufzen entrang seiner Kehle und langsam senkte den Kopf. Der Kater schloss die Lider. Verschloss sich vor dieser Unbeschwertheit. Oder verschloss er sich vor der Wahrheit? Der Wahrheit, dass er nun wieder allein war. Damals als Kolibri ihr Junges ihn verließen. Nur Himmel hatte er noch gehabt. Nur Himmel…
Traurig schüttelte er den Kopf. Er hatte gedacht, gehofft, dass seine erste Gefährtin immer noch das Herz besaß, in das er sich einst verliebt hatte. Dass sie seine Tochter genauso wie ihren eigenen gemeinsamen Sohn behandeln würde. Was für einen Irrtum er unterlegen hatte. Und nun, wo er sie aus den Klauen der Rostfarbenen befreit hatte würde er sie wieder verlieren…

Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern. An den Tag an dem ich sie nach er langen Zeit der Einsamkeit wiedersah.
Ich war während meiner Jagd nahe der Menschensiedlung gelangt. Aufgeregte Rufe hatten mich aufhorchen und gleichzeitig mein Herz höher schlagen lassen. Ich kletterte auf einen nahen kleinen Baum und schaute mich verwundert um. Hinter einem der riesigen Fenster streifte eine blaugraue Kätzin hin und her. Für einen Moment hatte ich sie wirklich für Kolibri gehalten, wären da nicht diese weißen Flecken gewesen.
Zuerst hielt ich sie nur für ein Hirngespinst, doch als Billy sich auch noch zu ihr gesellte, war ich mir ganz sicher. Dies war meine Tochter, die dort kaum erwarten konnte aus dem Haus zu kommen. Erneut blühte mein Herz auf wie eine Blume in den ersten Sonnenstrahlen des Tages. Ich schaute ihnen noch eine Weile zu, verstehen konnte ich durch das leicht geöffnete Fenster nur sehr wenig. Sehnsüchtig hatte die kleine Kätzin hinausgeblickt, die Pfoten gegen das Glas gestemmt. Dann verschwand sie aus meinem Blickfeld.
Ich blieb noch eine Weile auf dem Ast sitzen und schaute gedankenverloren in die Wolken. Genauso hatte auch ihre Mutter ausgesehen als sie unfreiwillig in ein Haus eingesperrt worden war. Ob meine Tochter auch ihren Charakter geerbt hatte? War es die richtige Entscheidung sie außerhalb des Waldes auswachsen zu lassen? Schnell schüttelte ich den Kopf. Natürlich musste sie hier aufwachsen und sie würde auch hierbleiben. Der Wald war einfach zu gefährlich für sie.
Ich machte mich wieder auf die Gegend zu verlassen als ein schabendes Geräusch ertönte. Ich konnte mich kaum zurückhalten, das Verlangen loszulachen war zum Greifen nah, doch ich wollte der Kleinen nichts verderben. Sie hatte sich durch einen kleinen Spalt in der Terrassentür quetschen wollen und blieb nun stecken. Ich wollte ihr schon zu Hilfe eilen, als es erneut schabte und die blaugraue Kätzin hinauspurzelte. Fasziniert saß sie da und betrachtete den Garten in seiner ganzen Pracht. Danach kletterte sie abenteuerlustig auf den Zaun, den Blick auf den Wald gerichtet. Nun stand sie vollends drauf, schmeckte die angenehmen Gerüche, die ihr der Wald entgegenbrachte.
Und erneut tauchte ein Bild ihrer Mutter in meinem Kopf auf. Sie hatte das auch getan, nachdem ich sie befreit hatte. Sie meinte nichts rieche so gut wie die Freiheit des Waldes. Dabei hatten ihre Augen mit den Sternen um die Wette geleuchtet, nein, sie strahlten sogar mehr als der gesamte Nachthimmel.
Da verlor die kleine Kätzin den Halt und plumpste in den Nachbargarten. Ein leises Lachen entrann meiner Kehle nun doch, das im gleichen Augenblick wieder erstarb. War das nicht…? Wie zur Bestätigung erklang rasselndes Hundegebell vom hinteren Teil des Gartens, das immer näher kam und ließ mein Herz einen Schlag aussetzen. Auch die Weißgetupfte hatte es bemerkt und versuchte verzweifelt den Zaun hoch zu klettern. Als das scheiterte rannte sie nach vorne, in meine Richtung und drängte sich in die Ecke. Der Hund kam immer näher. Ohne weiter nachzudenken eilte ich zu ihr hinüber und als der Hund nur noch ein kurzes Stück von uns entfernt war, packte ich sie am Nackenfell und hievte das zappelnde Ding mit großer Anstrengung hinauf auf den Zaun. Bevor der Hund uns weiter gefährlich werden konnte sprangen wir zurück in ihren eigenen Garten, mein altes Zuhause. Aus der Ferne hatte alles noch so wie damals ausgesehen, doch nun schien es als sei ich in einer anderen Welt gelandet. Dort wo früher trostlose Büsche und welke Pflanzen standen waren nun exotische Kräuter mit den unterschiedlichsten Gerüchen, von denen mache mir noch unbekannt waren. Aber auch generell erstrahlte der Garten in neuer Schönheit durch die vielfältigen Farben, der unterschiedlichsten Blumen, die wild durcheinander angeordnet waren.
„Ähm, danke.“ Augenblicklich holten mich die Worte meiner Tochter zurück und auch ein Teil meiner Freude verschwand. Sie erkannte mich nicht… Wie sollte sie auch, sie war ja noch ganz klein gewesen. Die Tatsache, die Erkenntnis versetzte mir einen Stich ins Herz. Trotzdem zwang ich mich zu lächeln, für sie, damit sie mich als jemand fröhlichen in Erinnerung behält und nicht jemanden, der in seiner eigenen Einsamkeit versinkt. „Kein Problem.“
Waren das die richtigen Worte gewesen? Oder was hätte ich sagen sollen. Ich fühlte mich auf einmal nervös. So wie damals als ich Kolibri gefragt hatte, ob ich nicht mit ihr zusammen in den Wald gehen könne.
Doch mein Lächeln hatte anscheinend gewirkt, denn nun lächelte auch die Kleine. „Wohnst du hier in der Nähe? Ich kenne bis jetzt noch keine Katze aus der Nachbarschaft.“
Sie war durch und durch wie ihre Mutter. Diese Art zureden, Fragen zu stellen, einfach ihr Auftreten. „Naja ich wohne eigentlich nicht hier sondern im Wald.“
„Im Wald?“ Ihre Augen leuchteten auf, doch im selben Moment wurden sie auch nachdenklich. „Wie heißt du?“
„Dom-“ Zu einer vollen Antwort kam ich nicht, denn eine schneidende Stimme unterbrach unser Gespräch, kälter als ich sie in Erinnerung hatte. „Domino! Was hast du hier zu suchen?“
Erschrocken wirbelten wir herum und so hatte ich mir ein Wiedersehen mit Sandy nicht vorgestellt. Voller Hass starrte sie mich an, das Fell gesträubt und die Krallen ausgefahren. „Was machst du hier?“
Instinktiv musste ich schlucken, denn so hatte ich die Rostfarbene noch nie erlebt. Ihr Hass war auf mich gerichtet nicht auf jemand anderen, wie damals. Nur auf mich.
Schnell hatte sie sich zwischen mich und meiner Tochter gestellt ohne mich aus den Augen zu lassen. „Heaven, du gehst ins Haus.“
„Aber…“
„Sofort!“
Die kleine Kätzin zuckte erschrocken zusammen und lief voller Angst zurück in ihr Heim. War es wirklich eine so gute Idee sie hier zu lassen?
„Verschwinde!“
Bevor ich nur irgendetwas sagen konnte hatte sie mir diese Worte an den Kopf geschmissen. Wie konnte das sein? Sie hatte nie einen Groll gegen mich gehegt und warum dann jetzt?
„Verschwinde!“
Überrumpelt von ihrem Auftreten stolperte ich rückwärts immer weiter zum Ende des Gartens. Kurz vor dem Zaun drehte ich mich und kletterte ihn eilig hinauf. Ich hörte Sandys Fauchen und spürte wie ihre Krallenbewehrte Pfote knapp an mir vorbei zischte. Ohne mich umzudrehen stürmte ich davon, immer tiefer in den Wald hinein.
„Verschwinde! Und komm nie wieder!“, jaulte meine ehemalige Gefährtin mir hinterher. Sie drangen in meine Ohren und brannten sich in mein Herz. Was hatte ich falsch gemacht? Wieso hegte sie solch einen Hass auf mich?


Erschöpft erhob sich der Schwarzgetupfte. Seine Knochen schmerzten schon von dem langen sitzen auf dem Stein, doch holten sie ihn auch in Wirklichkeit zurück. Er musste weiter leben. „Bloß, weil deine Tochter nicht aufwacht, musst du dir keine Gedanken um meinen Sohn machen!“ Hatte er wirklich bei Schatten nur überreagiert? Nach jemanden gesucht um den er sich kümmern konnte? Er wusste es nicht. Er wusste überhaupt nichts mehr. Langsam trottete er zum Lager zurück, den Blick auf seine Pfote gesenkt. Steine kullerten, Sand formte seinen Weg den er zu beschreiten hatte. Einen Augenblick schaute er sich den Pfotenabdruck an den er hinterlassen hatte und die vielen anderen die mit der Zeit hier dazugekommen waren und noch etliche dazukommen werden. Hatte er das hier alles verdient? War es richtig gewesen mit Kolibri mitzugehen? Hätte er nicht doch bei Sandy und Billy bleiben und ein Leben als Hauskätzchen führen sollen?
Gedankenverloren war er durch den dornigen Eingang getreten und hatte sie neben dem Beutehaufen niederlassen wollen um etwas zu sich zu nehmen, als er mit Löwe zusammen stieß. Der junge Kater stand wie erstarrt da, seine Augen auf einen Punkt fixiert, den Domino zuerst nicht erfassen konnte. Er ließ seinen Blick schweifen und dann verstand er was der Goldbraune entdeckt hatte. Sein Herz setzte einen Schlag aus, ob vor Überraschung oder Freude wusste er nicht einzuordnen.

Kapitel 14 - Unterdrückte Gefühle:
Schlagartig kam die Dunkelheit. Vorher noch konnte man saftiges Grün erblicken, so weit das Auge reichte. Hohe Farne in denen man sich leicht verstecken konnte, vereinzelte Bäume, die einem Schutz vor Regen boten und ein kleiner Bach, den man aus der Ferne plätschern hörte. Nun jedoch, schien alles verstummt. Vorsichtig folgte Mond ihrer Vertrauten weiter in das Innere des Baus. Für sie war es immer merkwürdig in den Bau ihres Führers zu treten. Es war immer so dunkel und das einzige auf das sie sich verlassen konnte war ihre Nase, mit der sie dem Geruch der anderen folgen konnte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten sie endlich ihr Ziel. Mond konnte es erkennen durch das dämmrige Licht, das durch einen kleinen Spalt zwischen zwei Steinen schien, und dank ihrer Augen, die sich allmählich an den Kontrast zu draußen gewöhnt hatten. Von der Decke hingen knorrige Wurzeln herab, die die kleine Kätzin jedes Mal, wenn sie diesen Ort betrat, erschreckten. Der Boden unter ihren Pfoten war weich und kalt, aber angenehm.
Luchs, ihr Führer, lag in seinem Nest, sein grünes und sein bernsteinfarbenes Auge, die in dem dämmrigen Licht glühten, waren auf die Ankömmlinge gerichtet.
„Was gibt es?“, durchbrach die tiefe Stimme des Katers die Stille. Die Auszubildende konnte auch einen leicht kratzigen Ton erkennen. Anscheinend hatte er sich noch nicht ganz von seinen Verletzungen erholt, die ihnen das rote Monster zugefügt hatte.
„Wir waren mit Nachtschatten auf einem Grenzrundgang und sind dabei auf eine Fuchsspur getroffen.“, berichtete Blume.
Augenblicklich spitze der Schwarzgetupfte seine Ohren. „Ein zweiter Fuchs streift durch unser Gebiet?“
„Nein, die Spur führte uns zu seinem Ursprung: das Gebiet von Kohle´s Streunergruppe.“, erzählte die Vollwertige: „Wovon ich eigentlich berichten muss ist der Kampf der zwischen uns und einer Patrouille war.“
„Du willst mir also sagen, dass ihr nicht nur einfach so einer Fuchsspur gefolgt, sondern auch noch auf eine Patrouille gestoßen seid und es geschafft habt einen Kampf anzuzetteln?“
Angespannt sog Mond die Luft ein, als sie das entspannte Gesicht ihres Führers sah. Es war einfach zu entspannt.
„Dann hätte ich nur noch eine Frage.“ Seine Augen wurden ganz schmal. „Seid ihr von allen guten Geistern verlassen?!“, kam es kratzig aus dem Hals des Katers. Augenblicklich sprang er mit gesträubtem Fell auf, sank aber sofort wieder in sein Nest als eine seiner Pfoten wegknickte. Schmerzerfüllt stöhnte der Goldfarbene und Mond tat allein schon das Zuschauen weh. Am liebsten wäre sie davon gelaufen, irgendwo hin, weit weg von all dem Schmerz und Leid, das ihr Lager befallen hatte. Es konnte sie nicht so stark beschützen, da es von Material umgeben war, das sich leicht von Riesen wie Füchsen, Dachsen oder Hunden zerstören ließ. Wieder einmal fragte sich die kleine Kätzin ob sie in der anderen Streunergruppe nicht besser aufgehoben wäre. Ob ihr Lager besser geschützt war? Oder hatten sie mit denselben Problemen wie sie zu kämpfen?
Wie es dem jungen Auszubildenden wohl gerade ging? Domino hatte gesagt sie hätten selbst Probleme… Ob das mit dem Fuchs zu tun hatte? Mussten sie den Fuchs vertreiben damit es nicht noch mehr Blutvergießen gab, so wie bei ihnen?
„Mond?“
Irritiert schreckte die Auszubildende hoch und folgte eilig Blume. Das Gespräch zwischen den beiden hatte sie wegen ihrer Träumereien komplett ausgeblendet.
„Du kannst eine kurze Pause einlegen, dich ausruhen und etwas zu dir nehmen und dann geht es auf die Jagd.“
Oh, nein! Erschöpft seufzte die schwarze Kätzin und tappte zum Beutehaufen. Viele wurden bei dem Fuchsangriff verletzt und diejenigen, die verschont geblieben waren, wie sie, wurden bis ans äußerste gefordert, um die Aufgaben der anderen zu übernehmen.
Sie schnappte sich zwei Hasen und lief rüber zum Heilbau. Dort wurde sie sogleich von einem braunen Energiebündel begrüßt, das gezwungen war in seinem Nest zu bleiben. „Mond, du bist meine Rettung! Noch etwas länger und ich wäre durchgedreht!“
Amüsiert schnurrte die Kätzin und legte einen der beiden Hasen vor den Pfoten des Auszubildenden ab. „Wie geht es dir heute?“
Gierig biss der Kater mit dem langen Fell in das Fleisch der Beute und schlang es genüsslich hinunter. „Hmm… Nach diesen widerlichen Kräutern ist das genau das Richtige für mich.“
Wie immer erhielt Mond eine völlig andere Antwort auf ihre Frage, aber was erwartete sie von Tupfen? Der Kater hatte immer seinen eigenen Kopf.
„Ich war gerade auf einem Grenzrundgang.“, erzählte sie nebenbei. „Wir konnten herausfinden, dass er Fuchs von Kohle´s Streunergruppe stammte.“
Augenblicklich hielt Tupfen inne, sein Blick war so ernst wie noch nie. „Konntet ihr mehr herausfinden?“
Die Auszubildende schüttelte den Kopf. „Sie meinten nur sie hätten ihre eigenen Probleme.“ Auf einen Blick auf ihren Kameraden wurde ihr das Herz ganz schwer. „Was ist los?“
Der braune Kater hatte sich zusammengerollt, so als würde ihm irgendetwas schreckliche Schmerzen bereiten. „Nein, es ist nichts.“

Tupfen zwang sich ein Lächeln aufzusetzen. Es war ziemlich schwer Mond zu überzeugen, da ihr Charakter sehr sensibel war und sie irgendwie Fühler für Schmerz, Trauer und Angst zu haben schien. Sie war einfach jemand überführsorgliches, was sie sonst zu einer sehr hilfreichen Kätzin machte. Doch heute nicht. Er wollte einfach nur alleine sein. Der junge Kater rollte sich noch enger zusammen. Sein Herz, es schmerzte so sehr. Schon vor dem Fuchsangriff auf ihr Lager hatte es nicht aufgehört zu schmerzen. Doch es musste etwas mit diesem Fuchs zu tun haben. Nein, nicht diesem Fuchs. Seinem Bruder.

Viel Vergnügen! study 

14 Re: Story of Sky am So 30 März 2014, 10:34

Das sind mal wieder super Kapitel, nur ein paar Rechtschreibfehler hab ich gefunden. Sonst ist es gut. Ich hoffe du schreibst bald weiter.


Lg Trauer

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15 Re: Story of Sky am Mo 31 März 2014, 14:14

Gast


Gast
Ich habe gestern e s angefangen zu lesen und finde sie sooo toll!
Schreib weiter so, bin neugierig wie es weiter geht!

Frost

16 Re: Story of Sky am Mo 14 Apr 2014, 09:22

hey also ich wollte fragen ob du vllt. mein abo wieder "auflösen"(find kein besseres wort)könntest.es liegt nicht an deiner geschichte sonder daran das ich zu wenig zeit habe ich muss viel für die schule lernen und ich schaffe es nicht deine kapies zu lesen und einen beitrag da zulassen und ich finde es blöd wenn du dir die arbeit machst und ich dir dann kein feedback geben kann.ich werde zwar ab und zu rein gucken aber ich werde es nicht immer schaffen.

ich hoffe du bist nicht böse
deine träne

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